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Spirale (Intrauterinpessar, IUP)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. Januar 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Mit dem Begriff Spirale (Intrauterinpessar, IUP) ist in der Regel die Kupferspirale gemeint. Die Kupferspirale ist ein relativ sicheres Verhütungsmittel, dessen Schutz für mehrere Jahre anhält, aber auch nicht frei von Nebenwirkungen und Komplikationen ist. Die Spirale kommt insbesondere für Frauen infrage, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben.

Ihren Namen erhielt die Spirale, weil die ersten Intrauterinpessare die Form einer Spirale hatten. Heute ist das nicht mehr so: Die Kupferspirale besteht aus einem T-förmigen Stäbchen aus Kunststoff, das am Schaft mit Kupferdraht ummantelt ist. Die Spirale setzt der Arzt, in der Regel der Frauenarzt, in die Gebärmutter ein.

Am unteren Teil der Spirale befindet sich ein dünnes Fädchen – der sogenannte Rückholfaden –, mit dessen Hilfe die Frau selbstständig den Sitz kontrollieren kann. Über den Faden kann Arzt die Spirale zudem wieder entfernen. Der Rückholfaden ragt etwa zwei Zentimeter aus dem Muttermund in die Scheide rein. Die Kupferspirale ist etwa drei bis vier Zentimeter lang und in verschiedenen Größen erhältlich.

Die Spirale nennt man auch Intrauterinpessar. "Intrauterin" bedeutet so viel wie "innerhalb der Gebärmutterhöhle liegend". Neben der Kupferspirale gibt es noch eine weiteres intrauterines System: die sogenannte Hormonspirale (Intrauterinsystem, IUS). Anders als die Kupferspirale besteht die ebenfalls T-förmige Hormonspirale nur aus Plastik und gibt anstelle der Kupferionen Hormone ab, die die Verhütung gewährleisten.

Verhütung in der Gebärmutter

Eine herkömmliche Kupferspirale kann je nach Kupfergehalt und Verträglichkeit bis zu fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben. Die Spirale gibt kontinuierlich Kupferionen ab, die den Schleim von Muttermund und Gebärmutter verändern. Wie genau das funktioniert, ist noch nicht abschließend erforscht. Die Veränderungen bewirken, dass Spermien nur schwer zur Eizelle gelangen. Sollte doch eine Eizelle befruchtet werden, kann sie sich nicht in der Gebärmutter einnisten.

Die Kupferspirale ist aufgrund verschiedener möglicher Nebenwirkungen als Verhütungsmittel nicht unproblematisch und sollte daher nur unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle verwendet werden.

Mögliche Vor- und Nachteile der Spirale

Vorteile:

  • Empfängnisschutz über einen längeren Zeitraum
  • kein Eingriff in den Hormonhaushalt
  • relativ sicheres Verhütungsmittel

Nachteile:

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