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Kondom (Präservativ)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2014)

Geschichte

Die Herkunft des Begriffs Kondom ist nicht eindeutig geklärt – womöglich geht die Bezeichnung auf den Arzt namens Dr. Condom am Hof des englischen Königs Charles II. (1660 bis 1685) zurück, der vielen als Erfinder des Kondoms gilt. In einer zeitgenössischen Quelle heißt es darüber: "Ein Bollwerk gegen die Lust und ein Spinnweb gegen die Gefahr."

Damals dienten Kondome ausschließlich der Verhütung von Schwangerschaften. Staat und Kirche ächteten ihren Gebrauch, da sie die künstliche Beeinflussung der Familienplanung missbilligten. Auch angesichts seines hohen Preises und seiner Unzuverlässigkeit war dem Kondom im 17. Jahrhundert kein Erfolg beschieden. Dies änderte sich erst mit der Erfindung der Vulkanisation des Gummis im Jahr 1843.

Während man historische Kondome aus Schafsdärmen herstellte, bestehen ihre modernen Nachfolger aus der Milch des Kautschukbaums – dem Latex. Die Herstellung der Kondome geschieht im Tauchverfahren auf Porzellan- oder Glasformen. Die Zugabe von Schwefel und verschiedenen anderen Zusätzen sorgt dafür, dass sich die fadenförmigen Kautschukmoleküle unter Hitze zu elastischem Gummi vernetzen: Dieser Vorgang heißt Vulkanisation.

Man sieht bunte Kondome.

Wer Latex-Kondome nicht verträgt, kann auf Kondome aus Polyurethan zurückgreifen.

Ein modernes Kondom hat eine Wandstärke von 0,06 Millimetern, ist also um ein Vielfaches dünner als die menschliche Haut. Seit 1995 besteht für Kondome eine europäische Norm – EN 600: Danach haben alle Standardkondome ein Maß von 170 bis 180 Millimetern Länge und 52 Millimetern Durchmesser und müssen im Test 18 Liter Luft fassen können, ohne zu platzen. Daneben stehen Kondome in Sondergrößen zur Verfügung.

Menschen mit einer Latexallergie können seit einiger Zeit auf Kondome aus Polyurethan zurückgreifen. Das latexfreie Kondom kann man, anders als Latexkondome, auch mit fetthaltigem Gleitmittel verwenden. Allerdings sind latexfreie Materialien immer teurer.

Seit 1992 ist in Europa außerdem das sogenannte Frauenkondom auf dem Markt, das – wie das Kondom für Männer – zum einen Verhütung vor einer ungewollten Schwangerschaf, zum anderen aber auch einen Schutz vor Geschlechtskrankheiten bietet.

Das Kondom-Wörterbuch

Kondom in anderen Sprachen

LandKondom heißtKondom umgangssprachlich
Ägyptenkabbud, waqi 
Argentinienpreservativo, condónforro
Australiencondomfranger
Belgienpréservatif, condoomcapote
Brasilienpreservativocamisa de vénus
Chilepreservativo, condóngoma
Dänemarkkondomgummi
Estlandkondoom, preservatiivkumm
Finnlandkondomi, kondomejakumi
Frankreichpréservatif, condomcapote, capote anglaise, peau divine, gant de dames, calotte d'assurance
Griechenlandprofylakticokapota
Großbritanniencondomrubber, french letter, raincoat
Irlandcondomrubber
Italienprofilattico, preservativogomma, goldone, palloncino
Japankondómu 
Kolumbienpreservativo, condón 
Kroatien/ Serbien/ Mazedonienkondom, prezervativ 
Luxemburgpraeservativgummi
Marokkokabbud, waqi 
Niederlandecondoomkapotje, feestneus
Norwegenkondomgummi
ÖsterreichKondomGummi, Olla, Blausiegel, Sportgummi
Perupreservativo, condónponcho, casco, guante
Polenprezerwatywa, kondomguma, czepek
Portugalpreservativocamisinha
Schweizpréservatif, profilattico, Kondomcapote, preservativo, Gummi
Slowenienkondómgumi
Spanienpreservativo, condóngoma
Südafrikacondom 
Tansaniacondom, mpira (yababa) 
Thailand thung-jaang-a-naa-mei (Gesundheitstüte), sya-fon (Regenmantel)
Tschechienkondom, prezervativprcguma oder prcka
Türkeiprezervatif, kiliflastik, sapka, torba, kaput
USAcondomprophylactic, contraceptive, rubber, balloon, jimmy hat, glove, sheath

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