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Hormonspirale (Intrauterinsystem, IUS)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Januar 2015)

© Jupiterimages/PhotoDisc

Die Hormonspirale, auch als Intrauterinsystem (IUS) bezeichnet, ist ein hormonelles Verhütungsmittel. Die Hormonspirale, ist ein T-förmiges Kunststoffteil mit einem Hormondepot am Schaft und einem dünnen Kunststoff-Faden.

Bevor ein Frauenarzt (Gynäkologe) die Hormonspirale mithilfe eines dünnen Kunststoff-Röhrchens über die Scheide in die Gebärmutter einsetzt, untersucht er die Frau gründlich. Dabei führt er zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung durch, um die Größe und Form der Gebärmutter zu beurteilen. Der günstigste Zeitpunkt zum Einsetzen der Hormonspirale ist einer der ersten Tage der Menstruation, denn dann ist der Gebärmutterhals am weitesten geöffnet. Wenn der Gynäkologe das IUS platziert hat, kontrolliert er erneut mit Ultraschall, ob es richtig sitzt.

Im Gegensatz zu einer herkömmlichen hormonfreien Spirale, auch Intrauterinpessar (IUP) genannt, gibt die Hormonspirale gleichmäßig kleinste Mengen des Hormons Levonorgestrel an die Gebärmutter ab. Es stehen zwei Arten von Hormonspiralen zur Verfügung, die sich in ihrer Größe und in ihrem Hormongehalt unterscheiden. Je nach Variante des IUS verhütet es zwischen zwischen drei und fünf Jahren. Der Verhütungsschutz besteht ab dem Tag, an dem die Hormonspirale eingesetzt wurde.

Etwa sechs Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter verhüten mit einer Hormonspirale. Häufig wird die Menstruationsdauer kürzer, wenn eine Frau mit einem Intrauterinsystem verhütet. Zudem ist die Blutung oft schwächer und Menstruationsschmerzen sind seltener. Mit einer Hormonspirale ist auch während der Stillzeit eine sichere Verhütung möglich.

Die Hormonspirale ist jedoch nicht für jede Frau ein geeignetes Verhütungsmittel. Insbesondere bei jungen Frauen, die noch keine Kinder haben, ist sie nicht die Verhütungsmethode erster Wahl. Bei ihnen treten mitunter Schmerzen nach dem Einlegen der Hormonspirale in die Gebärmutter auf. Außerdem schützt die Hormonspirale nicht vor sexuell übertragbaren Krankheiten wie HIV. Besondere Vorsicht ist auch bei Frauen geboten, bei denen folgende Symptome oder Erkrankungen in der Vorgeschichte vorliegen oder neu unter der Anwendung der Hormonspirale aufgetreten sind:

Treten solche Erkrankungen während der Anwendung der Hormonspirale auf, wird der Frauenarzt sie möglicherweise entfernen.

Wie auch bei anderen hormonellen Verhütungsmitteln, etwa der "Pille", verursacht die Hormonspirale manchmal Nebenwirkungen, zum Beispiel:

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