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Coitus interruptus (Coitus reservatus)

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. Oktober 2014)

© Jupiterimages/BananaStock

Coitus interruptus (Coitus reservatus) stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "unterbrochener Geschlechtsverkehr". Bei dieser Art der Verhütung zieht der Mann kurz vor seinem Samenerguss, also vor dem Orgasmus, seinen Penis aus der Frau zurück, sodass die Ejakulation außerhalb der Scheide stattfindet.

Umgangssprachlich ist der Coitus interruptus auch als "Aufpassen", "Rückzieher", "Abspringen" oder unter dem Namen Coitus reservatus bekannt. Letzteres kommt ebenfalls aus dem Lateinischen und bezeichnet die Tatsache, dass der Mann beim Geschlechtsverkehr den Samenerguss bewusst vermeidet.

Der Coitus interruptus ist zwar eine simple Methode, da sie keine Hilfsmittel oder Vorbereitung voraussetzt. Aufgrund seiner geringen Sicherheit ist er jedoch als Verhütungsmethode nicht zu empfehlen!

Gerade jungen und unerfahrenen Männern fällt es oft schwer, den Orgasmus und damit den Zeitpunkt der Ejakulation zu steuern und sich rechtzeitig zurückzuziehen. Und nicht nur das – auch vor dem eigentlichen Orgasmus können bereits Vorboten der Ejakulation aus dem Penis austreten. Diese sogenannten Lusttröpfchen enthalten bereits Spermien, die genauso befruchtungsfähig sind wie Spermien, die während des Orgasmus austreten.

Wer keine Schwangerschaft riskieren möchte, sollte aus diesem Grund vom Coitus interruptus Abstand nehmen und auf sicherere Verhütungsmittel wie die Pille oder ein Kondom ausweichen.

Sicherheit

Der Coitus interrruptus ist als Verhütungsmethode als sehr ungeeignet einzustufen. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Lust und Leidenschaft lassen sich oft nicht willentlich beherrschen, sodass der Mann trotz bester Vorsätze oder weil die Frau den Mann nicht "gehen lassen" will, doch zum Orgasmus innerhalb der Frau kommt.
  • Schon vor dem eigentlichen Samenerguss gibt der Mann unbemerkt und unkontrolliert geringe Mengen Flüssigkeit mit befruchtungsfähigem Samen ab. Diese Flüssigkeit wird als Lusttropfen, Liebeströpfchen oder Sehnsuchtströpfchen bezeichnet.
  • Samen, der an die Schleimhäute des weiblichen Geschlechtsorgans gelangt, reicht für eine Schwangerschaft bereits aus. Daher ist bei dem Samenerguss außerhalb der Frau darauf zu achten, dass keine Samen in die Nähe der Scheide gelangen – auch nicht über die Hände.

Der Pearl-Index des Coitus interruptus liegt bei 4 bis 18.

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