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Abtreibungspille

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2013)

© Jupiterimages/Polka Dot Images

Die Abtreibungspille, früher RU 486 genannt, besteht aus einem Hormon, dass dem weiblichen Geschlechtshormon Gestagen entgegenwirkt (sog. Antigestagen Mifepriston). Die Abtreibungspille bewirkt, dass der Körper eine befruchtete Eizelle abstößt, nachdem sie sich bereits in der Gebärmutter eingenistet und geteilt hat.

Mifepriston darf in Deutschland nur zum medikamentösen Schwangerschaftsabbruch, nicht aber zur Verhütung angewandt werden.

Ärzte dürfen Mifepriston in Europa bis zum 63. Tag nach Beginn der letzten Periode verschreiben.

Bevor eine Frau die Abtreibungspille erhält, untersucht ein Frauenarzt (Gynäkologe) sie gründlich. Um die Schwangerschaft abzubrechen, schluckt die Frau anschließend drei Tabletten mit dem Wirkstoff Mifepriston. Anschließend muss sie noch ein paar Stunden zur Beobachtung in der Praxis beziehungsweise Klinik bleiben, damit der Arzt bei möglichen Nebenwirkungen (z.B. schweren Blutungen) gegebenenfalls schnell eine Behandlung einleiten kann. Spätestens zwei Tage später erhält die Frau zwei Tabletten mit einem sogenannten Prostaglandin. Dieses Medikament sorgt dafür, dass die abgetöteten Zellen ausgeschieden werden.

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Nach einer Woche erfolgt eine Nachuntersuchung. Dabei führt der Gynäkologie erneut eine Ultraschalluntersuchung durch und kontrolliert die Schwangerschaftshormone im Blut. In etwa 95 Prozent der Fälle sind die Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch mit der Abtreibungspille nicht mehr schwanger und das Schwangerschaftsgewebe ist vollständig ausgeschieden. Nur selten muss der Frauenarzt eine sogenannte Kürettage (Ausschabung) vornehmen, bei der er die abgetöteten Zellen aus der Gebärmutter entfernt.

Frauen, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch mit der Abtreibungspille entscheiden, müssen die Kosten dafür in der Regel selbst tragen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen meist nur die ärztliche Beratung vor der Abtreibung sowie zum Schutz der Gesundheit notwendige Medikamente und Behandlungen.

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