Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Abtreibungspille

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Dezember 2013)

Besonderheiten

Da die Abtreibungspille zur Abstoßung beziehungsweise zum Abtöten einer bereits eingenisteten Eizelle führt, gilt sie in der Bundesrepublik Deutschland nach § 218 als Methode zur Abtreibung und nicht als Verhütungsmethode. RU 486 ist eine Alternativmethode zu den üblichen chirurgischen Eingriffen bei einer Abtreibung. Die Abtreibungspille ist verschreibungspflichtig und darf nur unter ärztlicher Aufsicht angewandt werden.

In Frankreich ist die Abtreibungspille bereits seit 1988 auf dem Markt, in England ist RU 486 seit 1991 zugelassen, in Schweden und China seit 1992.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat Ende 1999 die Zulassung der Abtreibungspille für den deutschen Markt erteilt. Die Abtreibungspille darf nur in Kliniken und Arztpraxen angewandt beziehungsweise abgegeben werden, die für einen Schwangerschaftsabbruch zugelassen sind. Ein Vertrieb über den Großhandel oder Apotheken ist damit ausgeschlossen.

Abtreibungspille: Wer übernimmt die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei einem Schwangerschaftsabbruch mit der Abtreibungspille in der Regel nicht alle Kosten. Die Krankenversicherung bezahlt die Kosten für die ärztliche Beratung vor dem Schwangerschaftsabbruch. Auch Medikamente sowie die ärztliche Behandlung, die vor und nach der Abtreibung zum Schutz der Gesundheit notwendig sind, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen. Gleiches gilt, wenn Komplikationen auftreten. Für die Abtreibungspille an sich und die stationäre Aufnahme zur Beobachtung tragen die Krankenkassen die Kosten dagegen nicht.

Frauen mit einem sehr geringen Einkommen können aber bei der Krankenversicherung beantragen, dass sie den gesamten Schwangerschaftsabbruch bezahlt. Ist die Abtreibung mit der Abtreibungspille aus medizinischen Gründen notwendig, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten ebenfalls komplett.

Glänzt Ihre Gesichtshaut?



Anzeige