Pubertät bei Jungen: Penisentwicklung und erster Samenerguss

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. September 2015)

Hoden und Penis werden größer

Die Hoden und der Penis gehören zu den primären Geschlechtsmerkmalen, die schon von Geburt an vorhanden sind. Das Hodenwachstum ist ein erstes Zeichen dafür, dass die Pubertät bei Jungen beginnt. Die Hoden wachsen im Alter von 9 bis 14 Jahren und werden etwa pflaumengroß. Sie sind nie spiegelgleich angelegt: Es kann zum Beispiel sein, dass ein Hoden etwas tiefer hängt als der andere – dies ist völlig normal und kein Grund zur Beunruhigung. Wenn du jedoch Schmerzen in den Hoden verspürst, solltest du einen Arzt aufsuchen, um die Sache abzuklären! Etwa sechs bis acht Monate nach Beginn des Hodenwachstums verändert sich auch der Hodensack: Er vergrößert sich, wird faltig und stärker pigmentiert.

Das Wachstum des Penis beginnt ebenfalls etwa im Alter von 9 Jahren. Der Penis wächst zunächst in der Länge, dann in der Breite. Auch die Schamhaare beginnen in dieser Zeit zu wachsen. Vor der Geschlechtsreife ist die Vorhaut des Penis noch eng mit der Eichel verbunden und lässt sich kaum zurückziehen. Dies ändert sich im Verlauf der Entwicklung. Seine Endgröße erreicht der Penis mit etwa 16 bis 17 Jahren. Für die Größe gibt es kein Idealmaß. Mach dir also keine Sorgen, dass dein Penis zu klein sein könnte. Beim Geschlechtsverkehr passt sich die Scheide des Mädchens automatisch dem Penis an. Wenn ein Penis zu groß ist, kann dies sogar eher unangenehm für das Mädchen sein.

Der erste Samenerguss

Mit Beginn der Pubertät bei Jungen steht auch der erste Samenerguss bevor: Samenzellen (Spermien) werden in den Hoden gebildet. Schon vor der Geschlechtsreife kann es sein, dass weiße Flüssigkeit aus dem Penis fließt. Bis zum ersten richtigen Samenerguss (Ejakulation) dauert es dann aber meist noch einige Zeit. Erst wenn die Samenzellen in den Hoden ausgereift sind, kommt es zum ersten Samenerguss. Dieser findet zwischen 11 und 15 Jahren statt und stellt einen Übergang zum Mannsein dar. Denn ab dem ersten Samenerguss ist ein Junge zeugungsfähig.

Manche Jungen lösen den ersten Samenerguss durch Selbstbefriedigung aus. Häufig kommt der erste Samenerguss aber auch von selbst im Schlaf – dann spricht man vom sogenannten "feuchten Traum". Während einer sexuellen Vorstellung im Traum – an die du dich beim Aufwachen womöglich gar nicht erinnern kannst – läuft dein Körper auf Hochtouren und es kommt zu einer Erektion: Das heißt, der Penis richtet sich auf, weil er stärker durchblutet ist. Beim Samenerguss gibst du zwei bis sechs Milliliter Samenflüssigkeit ab – darin sind bis zu 300 Millionen Spermien enthalten. Während der Pubertät kann es bei Jungen häufiger zu spontanen Erektionen kommen – es dauert einige Zeit, bis sich der Körper an die hormonellen Veränderungen angepasst hat. Die Hormone steigern auch die sexuelle Lust. Vielleicht erlebst du in dieser Zeit das erste Mal mit einem Mädchen. Beim Geschlechtsverkehr solltest du aber stets an die richtige Verhütung denken!

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Was die erste Monatsblutung für Mädchen ist, bedeutet der erste Samenerguss für Jungen: Beide Ereignisse markieren den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenleben.


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