Die Pille: Kombinationspräparate

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (15. September 2014)

Hauptwirkungsweise

Kombinationspräparate ("klassische Pille") enthalten eine Kombination aus zwei verschiedenen Hormonen: einem künstlichen Östrogen (meist Ethinylestrogen) und einem künstlichen Gestagen. Kombinationspräparate verhindern, dass das Gehirn, genauer der Hypothalamus, ein spezielles Hormon bildet. Dieses sogenannte Gonadotropin bewirkt normalerweise den Eisprung.

Wird es nicht produziert, reift keine Eizelle heran und der monatliche Eisprung bleibt aus. Die zur Befruchtung notwendige Eizelle fehlt – eine Schwangerschaft kann nicht eintreten.

Die Wirkung beruht dabei in erster Linie auf dem Gestagenanteil der Pille. Er ist bei Kombinationspräparaten so hoch, dass er den Eisprung verhindern kann.

Das Gestagen wirkt zudem empfängnisverhütend, indem es:

  • den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verändert und es einer befruchteten Eizelle erschwert, sich einzunisten.
  • die Beschaffenheit des Schleims im Gebärmutterhals verändert. Auf diese Weise wird der Eintritt von Spermien in die Gebärmutter be- bzw. verhindert.
  • den Transport der Eizelle im Eileiter behindert. Dies erschwert ebenfalls eine mögliche Befruchtung.

Das Östrogen beeinträchtigt vor allem das Heranreifen einer Eizelle und dadurch den Eisprung. Unabhängig von der verhütenden Wirkung bringt das Östrogen der Kombinationspille einen Vorteil mit sich: Es trägt unverzichtbar zu einem stabilen Zyklus bei, das heißt, es sorgt für regelmäßige Monatsblutungen und verhindert Zwischenblutungen.

Zu den Kombinationspräparaten gehören:


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