Pickel

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (07. September 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Ob kurz vor einem wichtigen Date oder einer Party – Pickel tauchen immer gerade dann auf, wenn es am wenigsten passt. Mit den unschönen entzündlichen Hautunreinheiten hatte wahrscheinlich jeder schon mal zu kämpfen. Doch was hilft wirklich gegen Pickel und wie kann man lästige Mitesser entfernen?

So gut wie jeder Mensch bekommt im Laufe seines Lebens einmal Pickel. Dabei tritt unreine Haut bei beiden Geschlechtern gleichermaßen auf. Besonders bei Teenagern sprießen die Pickel nur so. Dies hat vor allem mit der hormonellen Umstellung während der Pubertät zu tun.

Verantwortlich dafür, dass Teenager so häufig Pickel haben, sind vor allem männliche Geschlechtshormone (sog. Androgene) – die übrigens trotz ihrer Bezeichnung auch bei Mädchen vorkommen. Diese Hormone beeinflussen (neben vielen anderen Prozessen im Körper) die sogenannten Talgdrüsen der Haut: Talgdrüsen sind kleine Einstülpungen in der Haut, deren Aufgabe besteht darin, als Talg bezeichnete Lipide zu bilden und damit die Haut zu schützen. Wie viel Talg sie bilden, bestimmen unter anderem die Hormone.

Erst während der Pubertät erreichen die Talgdrüsen ihre volle Funktion. Gleichzeitig bilden Jugendliche während der Pubertät vermehrt Androgene – und diese regen die Talgdrüsen zu einer vermehrten Talgproduktion an. Dies hat zur Folge, dass die Drüsen verstopfen und sich sogenannte Mitesser bilden (im Fachjargon Komedonen genannt). In den Mitessern herrschen ideale Bedingungen für bestimmte Bakterien, die sich dadurch leicht vermehren können. Wenn das passiert, kann sich der Mitesser entzünden: Dann entsteht ein roter Pickel (Papel) oder ein eitergefülltes Bläschen (Pustel). Wer den Mitesser oder Pickel dauernd befühlt oder daran herumdrückt, kann die Entzündungen dadurch noch verschlimmern.

Bilden sich vermehrt Mitesser, Pickel und / oder entzündliche Pusteln, bezeichnet man dies in der Fachsprache als Akne vulgaris.

Mitesser

Mitesser können also eine Vorstufe für Pickel bilden. Man unterscheidet zwischen geschlossenen und offenen Mitessern. Geschlossene Mitesser liegen tief in den Hautfollikeln und sind oberflächlich nur als Hauterhebung zu sehen beziehungsweise zu ertasten. Offene Mitesser liegen weit oben in der Haut und sind vor allem durch die dunklen Pünktchen in den Poren leicht zu erkennen. Bei diesen schwarzen Pünktchen handelt es sich um verhornten Talg, der sich durch das Hautpigment Melanin schwarz verfärbt hat.

Im Mittelalter hielt man diese Hornpfropfen übrigens für kleine Würmchen, die in der Haut leben und ihre schwarzen Köpfe rausstrecken – daher auch der Name "Mitesser".

Akne vulgaris

Aus Mitessern können sich leicht Pickel und entzündliche Pusteln (eitergefüllte Bläschen) bilden. Diese können ein erstes Anzeichen für eine Akne vulgaris sein.

Die Akne vulgaris ist die häufigste Form der Akne. Da sie meist zu Beginn der Pubertät auftritt, bezeichnet man sie umgangssprachlich auch als Jugendakne. Die für Akne typischen entzündlichen Pickel und Pusteln entstehen durch entzündete Talgdrüsen in der Haut.

Ein paar Pickel machen zwar noch keine Akne aus, doch wer mit starkem Befall durch (entzündliche) Pickel im Gesicht, an den Schultern oder auch am Rücken zu kämpfen hat, sollte sich an einen Hautarzt wenden.

Akne vulgaris macht eine professionelle Behandlung nötig: Neben speziellen Pflegeprodukten kann auch die Einnahme von Medikamenten erforderlich sein, um die vielen entzündlichen Pickel und Pusteln zu behandeln. Nicht selten entsteht die Hautkrankheit durch eine erbliche Veranlagung – Akne hat also nichts mit mangelnder Hygiene zu tun!


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