Bauchnabelpiercing: Wenn doch Komplikationen auftreten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Mai 2010)

Manchmal reagiert der Körper heftig auf ein Bauchnabelpiercing und es kommt zu teilweise ernsthaften Komplikationen. Da es sich bei einem Bauchnabelpiercing um eine offene Wunde handelt, besteht die Gefahr einer Infektion durch eindringende Keime.

Infiziert sich das Bauchnabelpiercing, kommt es den typischen Zeichen einer Entzündung:

  • Schmerz
  • Rötung
  • erwärmte Haut
  • eventuell Eiterbildung

Ein eiterndes Bauchnabelpiercing oder eine geschlossene Eiteransammlung (Abszess) stellt eine ernstzunehmende Gefahr dar. Die Infektion kann sich über das Blut auf andere Organe ausweiten und letztlich eine Blutvergiftung (Sepsis) oder eine Entzündung der Herzklappen (Endokarditis) auslösen.

Daher gilt: Lieber früh zu einem Arzt gehen, wenn Ihnen irgendetwas auffällt, wehtut oder merkwürdig vorkommt.

Außer direkt von dem Bauchnabelpiercing ausgehenden Komplikationen besteht grundsätzlich das Risiko, sich über unzureichend oder gar nicht sterilisierte Instrumente mit dem HI-Virus oder Hepatitisviren anzustecken. Um dem vorzubeugen, sollte der Piercer sauberes Einmalmaterial und funktionstüchtige Sterilisiergeräte (Autoklav) benutzen.

In folgenden Fällen sollten du zeitnah einen Arzt aufsuchen:

  • wenn sich deine Symptome deutlich verschlechtern oder länger andauern als eine Woche
  • wenn duFieber oder Schüttelfrost hast
  • wenn dirübel ist oder du dich übergeben musst
  • wenn du dich verwirrt fühlst und nicht mehr konzentrieren kannst
  • wenn dein Bauchnabelpiercing stark schmerzt, deutlich geschwollen ist, sich rote Streifen vom Piercing ausbreiten oder sich der Bereich um den Bauchnabel taub anfühlt
  • wenn Eiter aus dem Piercing austritt

Bauchnabelpiercing und Sport

Bauchnabelpiercings sind besonders anfällig dafür, während Sport und körperlicher Bewegung in der Kleidung hängen zu bleiben und zu einem Einriss des Gewebes zu führen oder gar auszureißen.

Während das Piercing heilt, sollte man auf Sport verzichten, der mit ständiger Bewegung des Oberkörpers, der Rumpf- und der Bauchmuskeln einhergeht. Verletzungen durch Hängenbleiben kannst du vermeiden, indem du dein Bauchnabelpiercing mit einem Pflaster schützt.

Eine gesunde Lebensweise – zu der auch Sport gehört – unterstützt den Körper in vielerlei Hinsicht positiv. Sie trägt auch zu einer besseren Wundheilung bei. Suchen dir eine Sportart aus, die sich gut mit deinem Bauchnabelpiercing "verträgt" und bleibe fit!


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