Qigong: Häufige Fragen und Antworten

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (16. August 2012)

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Der hektische Alltag bietet in der Regel wenig Zeit, um ausreichend Kraft und Energie zu tanken. Umso mehr gilt es, tägliche Inseln der Ruhe zu schaffen, um positive Energien zu stärken und die innere Balance wieder herzustellen. Qigong ist die Kunst der inneren Harmonie, die über Jahrtausende in China entwickelt wurde, um die Gesundheit zu pflegen und Lebensenergien zu stärken.

In unserem Video erklären wir Ihnen, wie Sie den Meridian, das sogenannte Dienergefäß, massieren können.

Für wen ist Qigong geeignet?

Gerade wenn Sie aus beruflichen Gründen nur wenig Zeit haben, können Sie während des Tages mit Qigong für aktive Erholungsphasen sorgen – sei es in der Mittagspause, am Arbeitsplatz oder auf der Fahrt zu einem Geschäftstermin. Qigong eignet sich ideal, um kurzfristig Energien aufzubauen, Körperkräfte zu stärken und kurzfristige Leistungstiefs durch aktive Bewegungspausen zu überwinden.

Wie bereite ich mich auf die Übungen vor?

Suchen Sie sich einen Raum oder einen Platz, wo Sie in Stille und angenehmer Atmosphäre ungestört üben können. Sorgen Sie für Frischluft, wenn Sie Ihre Aktivpause nicht ins Freie verlegen können. Atmen Sie zunächst bewusst einige Male ein und aus. Kommen Sie zur inneren Ruhe, schalten Sie alle negativen Gedanken aus und lächeln Sie innerlich. Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Qigong-Übungen und lassen Sie die Energie fließen. Am Schluss der Übungseinheiten sammeln Sie Ihr Qi.

  • Nehmen Sie eine natürliche, aufrechte Körperhaltung ein.
  • Die Wirbelsäule bleibt gestreckt.
  • Beim Stehen beugen Sie leicht die Knie.
  • Halten Sie den Kopf gerade.
  • Ziehen Sie das Kinn leicht an.
  • Die Zungenspitze berührt den oberen Gaumen.
  • Die Schultern locker hängen lassen, nicht hochziehen.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Lao-Gong-Punkte in der Mitte der Handflächen und die Yong-Chuan-Punkte an den Fußsohlen.
  • Atmen Sie tief, ruhig und gleichmäßig.
  • Führen Sie alle Bewegungen langsam und fließend aus. Achten Sie beim Üben immer auf eine sorgfältige Ausführung und auf eine korrekte Körperhaltung.

Ist der Einsatz von Musik beim Üben notwendig?

Ob Sie lieber mit oder ohne Musik üben, ist ganz Ihrem persönlichem Geschmack überlassen. Wenn man in der Natur lernt, dann bilden die Naturgeräusche die Musik, daher ist es nicht nötig, Musik zu hören. Dennoch mag es für den einen oder anderen eine Hilfe sein, sich "fallen zu lassen" und abzuschalten. Ruhige musikalische Untermalung unterstützt die mentale Entspannung, insbesondere, wenn sie nach Feng-Shui-Elementen ausgerichtet ist, die den Energiefluss fördern.

Zu welcher Tageszeit soll man Qigong am besten üben?

Dazu gibt es unterschiedliche Meinungen. Generell ist es gut, frühmorgens (6:30 Uhr) Qigong zu üben, wenn die Luft noch rein und es in den Morgenstunden noch relativ still ist, und am frühen Abend (ab 17 Uhr). Wann Sie Qigong durchführen können, wird generell von Ihrem Beruf abhängen. Berufstätige sollten wie vorgeschlagen morgens oder abends üben und je nach persönlichem Bedarf auch zwischendurch. In jedem Fall ist es jedoch wichtig, auf Regelmäßigkeit zu achten. Regelmäßigkeit erhöht den Erfolg.

Wie oft sollte man pro Übungseinheit üben?

Die Dauer des Übens hängt von den Bedürfnissen des Übenden ab. Orientieren Sie sich an den Empfehlungen der einzelnen Übungen. Sie können schon Erfolge erzielen, wenn Sie täglich zehn Minuten aufwenden.

Ist die Lebensenergie Qi spürbar?

Wie sich Qi anfühlt, ist nicht eindeutig zu beschreiben. Die einen spüren Wärme oder ein Kribbeln in den Fingerspitzen. Die anderen spüren ein Magnetfeld oder ein Luftpolster zwischen den Händen. Erleben Sie es selbst nach einigen Übungen und machen Sie den Qi-Test.

Kann man unterschiedliche Übungen miteinander kombinieren?

Es gibt bestimmte Übungen, die an eine formale Reihenfolge gebunden sind. Die in den Videos ausgewählten Übungen sind jedoch so zusammengestellt, dass man sie einzeln und je nach persönlichem Bedarf kombinieren kann.

Mit dieser Qigong-Übung erweitern Sie die Lungenkapazität, stärken die Rückenmuskulatur und regen die Verdauung an!

In welchem Lebensalter kann man Qigong am besten erlernen?

Sowohl Kinder und Jugendliche als auch die sogenannten "Best Ager" über 50 können Qigong praktizieren. Das Prinzip dieses Sports besteht darin, die Übungen langsam auszuführen. Die Übungen sind also so konzipiert, dass Sie Muskeln und Gelenke nicht überlasten. Es macht auch nichts, wenn Sie nicht so tief mit den Knien überkreuzt auf den Boden kommen. Denken Sie einfach mental daran, dass Sie es schaffen können.

Wann sollte man auf Qigong verzichten?

Qigong eignet sich nicht bei

Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.

Worauf muss man bei der Atmung achten?

Bei der natürlichen Atmung sollten Sie normal durch die Nase ein- und durch den Mund ausatmen. Atmen Sie ruhig, ohne Hektik und gleichmäßig. Der Atem fließt. Bei der Bauchatmung hebt sich die Bauchdecke und Sie atmen konzentriert und tief hinunter bis in die Bauchhöhle.