Zyanose (Blausucht): Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (02. Februar 2017)

Bei einer Zyanose (Blausucht) gilt: ab zum Arzt und die Ursache abklären lassen! Das gilt für Kinder, Jugendliche und Erwachsenn jeden Alters gleichermaßen.

Bei Zyanose spielt die Blickdiagnose eine wesentliche Rolle: Die auffällige Blaufärbung der Haut und Schleimhäute lässt leicht auf eine Blausucht schließen. Um die Ursache für die Blaufärbung herauszufinden und damit die Diagnose zu sichern, erfasst der Arzt zunächst die Krankengeschichte (sog. Anamnese) Hierzu stellt er einige Fragen, zum Beispiel:

  • Seit wann sind Haut und Schleimhäute blau verfärbt?
  • Wurden bei Ihnen bereits Herz-oder Lungenerkrankungen festgestellt, z.B. KHK, Herzschwäche, Asthma bronchiale?
  • Nehmen Sie Medikamente ein und wenn ja, welche?

Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, um die Ursache der Zyanose weiter einzugrenzen. Dabei schaut sich der Arzt die Haut und Schleimhäute genau an, hört Herz und Lungen ab und entnimmt eine Blutprobe.

Eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs ist bei Zyanose sinnvoll, um Form, Größe und Zustand von Herz und Lungen zu beurteilen und Hinweise auf Erkrankungen zu erhalten. Im Elektrokardiogramm (EKG) erkennt der Arzt, ob möglicherweise Herzschäden vorliegen.

Besonders wenn eine Zyanose bei bereits bekannten Herz- oder Lungenerkrankungen neu auftritt, kann eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) oder eine Lungenfunktionsprüfung ratsam sein.

Je nach Befund sind zusätzliche Untersuchungen notwendig, um die Ursache der Zyanose abzuklären: Dazu gehören unter anderem:

  • Angiokardiographie (Röntgendarstellung der großen Herzgefäße und der Herzinnenräume)
  • Koronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße, auch Herzkatheter-Untersuchung genannt)
  • nuklearmedizinische Untersuchungen (Szintigraphien)
  • Kernspintomographie (MRT)

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