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Zuckungen

Stand: 31. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Zuckungen: Definition

Der Begriff Zuckungen bezeichnet laut Definition abrupt einsetzende, unwillkürliche Muskelzuckungen, die durch überschießende, unangemessene und unkontrollierte Entladungen von Nervenimpulsen entstehen.

Der allgemeine Begriff Zuckungen umfasst ganz unterschiedliche Störungen, zum Beispiel Muskelzittern (Tremor) bei Parkinson, motorische Tics bei Tic- und Tourettestörungen, Krämpfe und Krampfanfälle, wie sie beispielsweise bei der Epilepsie auftreten, sowie Muskelzuckungen, die durch Kälte, Drogen, Stress oder Stoffwechselstörungen ausgelöst werden. Zuckungen können also sehr verschiedene Ursachen haben.

Auch die Art und Weise, wie die beteiligten Muskeln zucken, hängt von der jeweiligen Grunderkrankung ab: Bei epileptischen Anfällen kommt es zum Beispiel zu sehr heftigen Zuckungen, die den gesamten Körper verkrampfen können. Die kältebedingten Zuckungen der Kiefermuskulatur, die fast jeder Mensch als "Zähneklappern" kennt, sind dagegen eher ein feines Zittern. Das Beispiel "Zähneklappern" zeigt auch, dass Zuckungen manchmal nur eine bestimmte Körperregion betreffen. Ein ähnliches Beispiel ist das Augenzucken: Dabei fängt die Muskulatur um das Auge oder im Augenlid an zu zucken. Augenzucken kann unter anderem im Rahmen von Tic-Störungen auftreten (Augenzwinkern).

Manchmal sind Augenzucken oder Zuckungen an anderen Körperstellen nur als kurze Bewegung unter der Haut sichtbar. Dabei ziehen sich kleine Muskelbündel (sog. Faszikel) wiederholt zusammen. Mediziner verwenden für solche feinen Zuckungen auch den Begriff Faszikulationen. Faszikulationen können im Rahmen von neurologischen Erkrankungen vorkommen oder auch bei völlig Gesunden Menschen (z.B. nach intensivem sportlichem Training) auftreten.

Die Zuckungen können – je nach Ausprägung – die Betroffenen allgemein beeinträchtigen oder im Fall der Epilepsie die Gefahr von Verletzungen bergen. Zuckungen bei Tic-Störungen oder dem Tourette-Syndrom sind häufig nicht nur für den Betroffenen unangenehm, sie fallen auch der Umwelt auf und lösen oft Unverständnis und Irritation aus.

Weiterlesen: Zuckungen: Ursachen

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