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Tremor (Zittern): Von harmlos bis krankhaft

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (09. September 2016)

© Jupiterimages/iStockphoto

Wenn der Arzt von einem Tremor spricht, meint er nichts anderes als Zittern. Zittern ist zunächst einmal eine ganz normale körperliche Reaktion auf verschiedene Einflüsse – zum Beispiel auf Kälte, Angst oder Schmerz. Ein Tremor kann aber auch durch Medikamente oder  verschiedene Erkrankungen hervorgerufen werden, etwa durch Parkinson. Manchmal kann der Arzt aber auch keine Ursache für das Zittern finden.

Genau genommen zittern wir ständig – ohne es zu bemerken: Der sogenannte physiologische Tremor tritt etwa bei jeder Muskelbewegung eines Menschen auf. In der Regel nehmen wir den physiologischen Tremor gar nicht wahr. Man kann ihn jedoch zum Beispiel sehen, wenn man einen Finger ausstreckt und diesen beobachtet.

Unter Tremor (Zittern) versteht man ganz allgemein eine unwillkürliche, rhythmisch schwingende Bewegung eines oder mehrerer Körperteile. Zittern entsteht, wenn sich entgegengesetzt wirkende Muskelgruppen immer wieder zusammenziehen.

Zittern ist nicht gleich Zittern: Ein Tremor kann sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Er kann sehr ausgeprägt oder kaum spürbar sein. Er kann in Ruhe auftreten, in Aktion, beim Halten oder bei bestimmten Bewegungen. Und er kann schnell oder langsam sein, also eine hohe oder niedrige Frequenz aufweisen.

Und auch die Körperteile, die vom Zittern betroffen sind, können ganz unterschiedlich sein. In den meisten Fällen zittern Hände, Füße, Kiefer, Kopf oder die Stimme, manchmal sogar der ganze Körper.

Es gibt ganz verschiedene Tremor-Formen, z.B.:

  • Haltetremor: Tremor beim Hochhalten des betroffenen Körperteils
  • Bewegungstremor: Tremor bei jeder Bewegung des betroffenen Körperteils
  • Ruhetremor: Tremor beim Ruhighalten des betroffenen Körperteils, z.B. der Hände; geht bei Bewegung zurück
  • Intentionstremor: Tremor bei der Annäherung eines Körperteils an ein Ziel

Ob und wie ein Zittern behandelt werden muss, hängt zum einen von der Ursache ab und zum anderen davon, ob der Betroffene den Tremor als störend empfindet. Einen nicht krankhaften Tremor, der als belastend erlebt wird, kann man etwa oft mit Medikamenten lindern. Ist das Zittern Begleitsymptom einer Grunderkrankung, beispielweise der multiplen Sklerose, ist eine gezielte Therapie dieser Krankheit notwendig.

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