Tremor (Zittern): Was sind die Ursachen?

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (09. September 2016)

Tremor (Zittern) kann ganz harmlose Ursachen haben, aber auch durch Krankheiten oder Medikamente entstehen. Ein leichtes, kaum wahrnehmbares Zittern tritt bei jeder Muskelbewegung eines Menschen auf und ist eine gesunde Körperreaktion – diese Form nennt man physiologischen Tremor.

Verstärkter physiologischer Tremor: Vielfältige Ursachen

Der ganz normale, physiologische Tremor, der bei jedem Menschen auftritt, kann durch verschiedene Ursachen verstärkt werden, sodass wir das Zittern wahrnehmen. Ärzte sprechen dann auch von einem verstärkten physiologischen Tremor. Dieser tritt etwa auf bei

  • Kälte,
  • Angst und anderen starken Emotionen,
  • Stress und
  • starker körperlicher Überanstrengung, etwa beim Sport oder nach einer Geburt.

Auch bei bestimmten Erkrankungen oder Mangelerscheinungen kann der physiologische Tremor verstärkt sein. Mögliche Ursachen des Zitterns sind etwa

Verstärktes physiologiches Zittern kann darüber hinaus als Nebenwirkung verschiedenster Medikamente oder Substanzen in Erscheinung treten. Hierzu zählen zum Beispiel:


Essenzieller Tremor: Ursachen unbekannt

Wenn ein Mensch unter Zittern leidet, ohne dass der Arzt körperliche Ursachen dafür feststellen kann, spricht man auch von einem essenziellen Tremor. Der essenzielle Tremor kommt in manchen Familien gehäuft vor.

Die Betroffenen leiden unter unkontrollierten Bewegungen verschiedener Körperteile. Zittern beim Trinken aus einer Tasse oder beim Anziehen ist typisch für einen essenziellen Tremor.

Der essenzielle Tremor zählt zu den häufigsten Formen des Zitterns.

Zittern bei Parkinson

Zittern ist auch ein häufiges Symptom bei Morbus Parkinson, insbesondere, wenn die Erkrankung schon fortgeschritten ist. Auslöser der charakteristischen Beschwerden ist ein Mangel des Botenstoffs Dopamin im Gehirn.

Weitere Ursachen

Tremor kann noch viele weitere Ursachen haben, so etwa:

  • starke motorische Beanspruchung eines Körperbereichs, zum Beispiel bei Spitzensportlern oder Profimusikern (sog. aufgabenspezifischer Tremor)
  • Fehlfunktionen bei der Kontrolle von Bewegungen, z.B. bei Schiefhals (sog. dystoner Tremor)
  • Psychische Erkrankungen oder traumatische Erlebnisse (sog. psychogener Tremor)
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems (sog. neuropathischer Tremor)
  • Schäden des Kleinhirns oder des Hirnstamms, etwa bei multipler Sklerose, nach Unfällen oder bei degenerativen Erkrankungen des Kleinhirns

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