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Tremor (Zittern): Behandlung

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (09. September 2016)

Tremor (Zittern) kann viele verschiedene Ursachen haben – und so kann auch die Behandlung ganz unterschiedlich aussehen.

Der verstärkte physiologische Tremor, der zum Beispiel durch Angst, Kälte, verschiedene Erkrankungen und einige Medikamente ausgelöst wird, verschwindet in der Regel, wenn auch die eigentliche Ursache beseitigt ist. In manchen Fällen kann die Behandlung mit einem sogenannten Betablocker wie Propranolol hilfreich sein und das Zittern lindern. Haben Medikamente oder andere Substanzen den Tremor ausgelöst, sollten diese abgesetzt oder umgestellt werden.

Beim essenziellen Tremor, deren Ursache unbekannt ist, können ebenfalls Betablocker wie Propanolol und / oder auch der krampflösende Wirkstoff Primidon zum Einsatz kommen. Auch kann der Arzt den Wirkstoff Gabapentin verschreiben. Der Tremor wird durch diese Medikamente gedämpft – aber nicht geheilt. Im schweren Fällen kann auch eine tiefe Stimulation bestimmter Bereiche im Hirn (Thalamus) zur Behandlung sinnvoll sein.

Manchmal kann auch eine Behandlung mit Botulinumtoxin, das der Arzt in die entsprechenden Körperteile spritzt, erfolgreich sein – etwa bei bestimmten Fällen von essenziellem Tremor oder bei manchen Personen, deren Tremor durch starke motorische Beanspruchung entstanden ist (z.B. bei Profimusikern). Botulinumtoxin ist ein von Bakterien gebildetes Nervengift, das zu Lähmungen in den Muskeln führt – sodass das Zittern vorübergehend verschwindet.

Ist das Zittern Begleitsymptom einer Grunderkrankung, wie der multiplen Sklerose oder einer Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), ist eine gezielte Behandlung dieser Krankheit notwendig.

Hat das Zittern psychische Ursachen, ist gegebenenfalls eine Psychotherapie und / oder eine psychiatrische Behandlung mit Antidepressiva notwendig.

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