Zahnverfärbung: nicht schön, aber meist behandelbar

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (18. Oktober 2016)

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Als Zahnverfärbung bezeichnet man jede Veränderung der beim Menschen von Natur aus festgelegten und individuellen Zahnfarbe. Die meisten Zahnverfärbungen sind harmlos und lassen sich einfach selbst oder beim Zahnarzt entfernen. Verfärbte Zähne bei Kindern können aber auch auf störende Einflüsse während der Zahnentwicklung hindeuten.

Die äußere harte Schutzschicht der Zähne im Bereich der Zahnkrone bildet der Zahnschmelz: Er ist von einem dünnen Belag (= Pellikel) überzogen und umhüllt das Zahnbein (= Dentin). Für die Farbe eines Zahns ist hauptsächlich das Zahnbein verantwortlich. Der Zahnschmelz ist eher farblos, hat aber – wegen seiner Undurchsichtigkeit – dennoch Einfluss auf das Aussehen des Zahns: Da das unter dem Zahnschmelz liegende Zahnbein dunkler ist, erscheinen die Zähne umso gelblicher, je dünner der Zahnschmelz ist. Zahnverfärbungen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Dabei unterscheidet man, ob eine Zahnverfärbung intrinsisch (d.h. innerlich) oder extrinsisch (d.h. von außen) entstanden ist:

Eine extrinsische beziehungsweise äußere Zahnverfärbung liegt vor, wenn die Zahnbeläge wegen Auflagerungen auf der Zahnoberfläche verfärbt sind. Oft haben Menschen äußerlich verfärbte Zähne, weil die Auflagerungen durch Tabak, Rotwein, Kaffee oder Tee eingefärbt sind. Äußere Zahnverfärbungen sind leicht rückgängig zu machen – meist kann man sie selbst entfernen.

Hingegen entsteht eine intrinsische beziehungsweise innere Zahnverfärbung meist durch Einlagerungen in die Zahnhartsubstanz während der Zahnentwicklung (z.B. infolge einer Antibiotika-Behandlung in den ersten Lebensjahren) oder durch Zahnunfälle. Außerdem können sich die Zähne im Rahmen der normalen Alterungsprozesse verfärben. Innere Zahnverfärbung sind in manchen Fällen nicht rückgängig zu machen. Andererseits sind bei Kindern manchmal nur die Milchzähne betroffen, sodass das Problem mit dem Zahnwechsel von selbst verschwindet.

Verfärbte Zähne an sich stellen zwar kein Gesundheitsproblem dar – weiße Zähne prägen aber das ästhetische Erscheinungsbild eines Menschen stark mit und ein strahlendes Lächeln gilt allgemein als attraktiv. Deshalb kann eine sichtbare Zahnverfärbung neben kosmetischen auch psychische Auswirkungen haben. Allerdings bestehen gute Chancen, auch viele innere Zahnverfärbungen zu Hause oder durch einen Zahnarzt erfolgreich zu behandeln und die Zähne wieder aufzuhellen.


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