Anzeige

Anzeige

Zahnschmerzen: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Juli 2016)

Was hilft gegen Zahnschmerzen?

Wenn Sie Zahnschmerzen haben, sollten Sie einen Termin bei ihrem Zahnarzt vereinbaren. Dieser kann feststellen, woher die Schmerzen kommen und möglicherweise bestehende Zahnschäden behandeln. Welche Therapie die richtige ist, hängt vor allem von der jeweiligen Ursache der Schmerzen ab – hier können deshalb nur einige Beispiele aufgeführt werden. Zur Behandlung stehen viele verschiedene Methoden zur Auswahl, die von zahnerhaltenden Maßnahmen bis hin zur Zahnentfernung reichen. Welche Behandlung bei Zahnschmerzen jeweils notwendig ist, entscheidet der Zahnarzt anhand des Befunds.

In den meisten Fällen erfordern Zahnschmerzen eine zeitnahe Therapie durch den Zahnarzt. Gerade bei starken Zahnschmerzen fragen sich jedoch viele Menschen, was sie tun können, um die Schmerzen erst einmal zu lindern. Um die Zeit bis zum Zahnarzt-Termin zu überbrücken, eignen sich vorübergehend auch rezeptfreie Schmerzmittel (z.B. mit dem Wirkstoff Ibuprofen). Schmerzmittel bekämpfen jedoch nicht die Ursache der Zahnschmerzen.

Nehmen Sie Schmerztabletten nur kurze Zeit ein. Eine längere Einnahme sollten Sie immer mit dem Arzt absprechen.

Leichte Zahnschmerzen können zum Beispiel auf empfindliche Zähne oder Schäden im Zahnschmelz zurückgehen. Bei Genuss von kalten, heißen, harten oder süßen Speisen treten dann Schmerzen auf. Eventuell empfiehlt der Zahnarzt bei leichten Zahnschmerzen die Verwendung von fluoridhaltigen Präparaten, um den Zahnschmelz zu stärken und zu schützen. Diese müssen Sie regelmäßig anwenden. Möglicherweise trägt er auch einen speziellen Schutzlack auf die Zähne auf. Bei empfindlichen Zähnen sollten Sie Produkte zur Zahnaufhellung oder ein Zahn-Bleaching nur nach Rücksprache mit Ihrem Zahnarzt anwenden. 

Zahnschmerzen können auch die Folge von nächtlichem Zähneknirschen oder Zähnepressen sein. In solchen Fällen hilft meist eine Aufbissschiene (sog. Knirscherschiene), die nachts getragen wird und den Druck gleichmäßig auf die Zahnreihen verteilt. Da viele Betroffene vor allem bei Stress vermehrt mit den Zähnen knirschen, empfiehlt sich außerdem das Erlernen einer Entspannungstechnik (z.B. autogenes Training, progressive Muskelentspannung). Regelmäßig praktiziert, senkt diese den Stresslevel und das Zähneknirschen nimmt ab.

Entstehen die Zahnschmerzen durch Karies, entfernt der Zahnarzt den Kariesherd mit dem Bohrer und versorgt das entstandene "Loch" mit einer Zahnfüllung.

Eine Wurzelbehandlung kann erforderlich sein, wenn das Zahnmark entzündet (Pulpitis) ist. Diese Entzündung des Zahnmarks entsteht, wenn durch fortgeschrittene Karies Bakterien ins Zahninnere gelangen. Während der Wurzelbehandlung entfernt der Zahnarzt das entzündete Gewebe aus dem Inneren des Zahns, reinigt den Innenraum und versiegelt ihn. Ist auch die Umgebung der Wurzelspitze geschädigt, muss mit einer sogenannte Wurzelspitzenresektion die gesamte Wurzelspitze entfernt werden, damit sich die Entzündung nicht in den Kieferknochen ausbreitet. Bevor der Zahnarzt mit einer Wurzelbehandlung beginnt, betäubt er die umliegenden Nerven und das Gewebe mit einer örtlichen Betäubung, die er ins Zahnfleisch spritzt. So kann er die Behandlung schmerzfrei vornehmen. Gleichzeitig beseitigt er mit der Wurzelbehandlung die Ursachen der Pulpitis (z.B. Karies) und der dadurch eventuell auftretenden Zahnschmerzen.

Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Bei Zahnschmerzen können Hausmittel einen Zahnarzt-Besuch zwar nicht ersetzen, aber die Schmerzen bis zum Arzttermin eventuell lindern. Grundsätzlich ist es wichtig, die Ursache von Zahnschmerzen durch den Zahnarzt abklären zu lassen.

Schmerzlindernd und abschwellend wirkt oft das Kühlen der betroffenen Wange, etwa mit Kühlpads oder auch einfach einem kühlen, feuchten Waschlappen. Warme Getränke, koffeinhaltige Getränke (wie Kaffee, Cola, Energydrinks), Alkohol und Nikotin (Rauchen) hingegen verstärken die Zahnschmerzen.

Ein beliebtes Hausmittel gegen Zahnschmerzen ist auch Nelkenöl, das man auf das Zahnfleisch aufträgt, oder das Zerkauen von Gewürznelken. Je nach Ursache der Zahnschmerzen kann das Zerkauen von Gewürznelken die Schmerzen jedoch unter Umständen verstärken. Manchen Betroffenen hilft das Spülen mit Myrrhentinktur gegen Zahnschmerzen.



Symptom-Check


Apotheken-Notdienst

Anzeige