Zahnfleischbluten: Was steckt dahinter?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (22. Februar 2017)

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Zahnfleischbluten kann ein Hinweis darauf sein, dass die Zahnpflege zu wünschen übrig lässt. Darüber hinaus können noch viele andere Gründe hinter Zahnfleischbluten stecken – von einer Schwangerschaft über Medikamente bis hin zu Krankheiten.

Das Zahnfleisch ist Bestandteil des Zahnhalteapparats (sog. Parodontium), der notwendig für einen funktionierenden Kauvorgang ist. Es setzt sich aus mehreren Zellschichten zusammen, deren oberste Schicht aus platten, unregelmäßig geformten Zellen besteht (sog. mehrschichtiges Plattenepithel), und kann sich nicht nachbilden. Wenn Berührungen (z.B. beim Reinigen der Zähne oder bei der zahnärztlichen Untersuchung) Zahnfleischbluten auslösen, deutet dies in der Regel hin auf:

Typische Anzeichen für Zahnfleischbluten sind Blutspuren beim Biss in einen Apfel und rötlicher Zahnpastaschaum beim Zähneputzen. Meist ist das Zahnfleisch gleichzeitig geschwollen, dunkelrot verfärbt und sehr druckempfindlich – und schon bei leichtester Berührung fängt das Zahnfleisch an zu bluten.

Wenn Zahnfleischbluten häufiger auftritt, bilden sich oft gleichzeitig Zahnfleischtaschen aus. Diese können eine Vorstufe von Parodontose sein, die zu einer erhöhten Empfindlichkeit des Zahnhalses, einer Lockerung der Zähne und schließlich zum Zahnverlust  führt.

Was hilft gegen Zahnfleischbluten?

Mit der richtigen Zahnpflege und einer sorgfältigen Mundhygiene kann man Zahnfleischbluten weitgehend vorbeugen: Das bedeutet, täglich zweimal die Zähne zu putzen, einmal täglich auch die Zahnzwischenräume (mit entsprechenden Bürstchen oder Zahnseide) zu reinigen und regelmäßig eine medizinische Mundspülung einzusetzen.

Zur Vermeidung von Zahnfleischbluten ist es zum Beispiel auch wichtig, keine zu harte Zahnbürste zu verwenden und nicht zu viel Zucker zu konsumieren. Darüber hinaus ist ein- bis zweimal jährlich eine professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt sinnvoll, um die Zähne restlos von ihren Belägen befreien zu lassen.

Diese einfachen Maßnahmen wirken nicht nur vorbeugend, sondern sind auch eine Hilfe bei bestehendem Zahnfleischbluten.

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