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Völlegefühl

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. März 2015)

© Jupiterimages/iStockphoto

Als Völlegefühl bezeichnet man das unangenehme Empfinden, das ein übervoller Magen und Darm hervorrufen – meistens entsteht ein Völlegühl nach einer üppigen Mahlzeit, die den Magen überlastet. Darüber hinaus kann es durch verschluckte Luft oder übermäßige Gasbildung im Darmbereich zu einem Völlegefühl im Bauch kommen. Auch wenn Gase nicht entweichen können, fühlt sich der Bauch prall und voll an.

Typisch beim Völlegefühl ist meist ein regelrechter Blähbauch: Dann ist der Bauch stark angespannt, aufgebläht und nach vorne gewölbt. Da das Völlegefühl zu den Anzeichen einer Verdauungsstörung (auch als Dyspepsie bezeichnet) zählt, tritt es häufig zusammen mit anderen entsprechenden Beschwerden auf: So kann es zum Beispiel gleichzeitig zu Völlegefühl und Schmerzen im Oberbauch, Blähungen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Sodbrennen oder Aufstoßen kommen. Ein stark ausgeprägtes Völlegefühl kann auch durch Krämpfe sowie durch kolikartige Bauch- und Magenschmerzen begleitet werden.

Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähbauch müssen aber nicht krankhaft sein: Es ist völlig normal, dass auch ein gesunder Mensch als Reaktion auf eine allzu üppige Mahlzeit, die den Magen überlastet, ein Völlegefühl entwickelt. Vor allem sehr fetthaltige Lebensmittel, stark gesüßte und blähende Speisen wie Hülsenfrüchte und verschiedene Kohlsorten können für ein Völlegefühl und weitere Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verantwortlich sein.

Tritt ein Völlegefühl ohne entsprechende Auslöser auf (wenn z.B. ein ständiges Völlegefühl herrscht), kann dies Anzeichen für eine zugrunde liegende Störung sein – zu den möglichen Ursachen gehören zum Beispiel eine gestörte Darmflora (z.B. nach einer Antibiotika-Behandlung), eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, Reizmagen oder Reizdarm, eine Gastritis (Magenschleimhautentzündung), ein Magengeschwür (Ulcus ventriculi) oder auch Tumoren. Wenn sich unerklärliche Verdauungsbeschwerden häufen oder länger anhalten, sollten Sie daher einen Arzt aufsuchen, um den Beschwerden auf den Grund zu gehen und – falls nötig – eine entsprechende Behandlung einzuleiten.



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