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Völlegefühl: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. März 2015)

Nicht jedes Völlegefühl macht eine Diagnose beim Arzt notwendig: Wenn sich Magen und Darm nach einer sehr üppigen Mahlzeit übervoll anfühlen, ist das zunächst normal. Ein ständiges oder bei leerem Magen auftretendes Völlegefühl kann jedoch Anzeichen für eine Störung sein, weshalb ein Arztbesuch ratsam ist, um die Ursache für das Völlegefühl abzuklären.

Bei Völlegefühl besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer ausführlichen Befragung:

Diese und andere Angaben können dem Arzt einen ersten Hinweis auf mögliche Ursachen für das Völlegefühl liefern.

Bei einem möglicherweise krankhaften Völlegefühl bietet sich zur weiteren Diagnose eine Magenspiegelung (Gastroskopie) an: Über den hierzu eingeführten Schlauch (sog. Gastroskop) kann der Arzt den Zustand der Magenschleimhaut beurteilen und gleichzeitig eine Gewebeprobe (Biopsie) und einen Abstrich entnehmen, um eine Erregerkultur anzulegen (d.h. eventuell vorhandene Erreger unter geeigneten Umgebungsbedingungen anzuzüchten, um sie bestimmen zu können). Zur Basisdiagnostik bei einem Völlegefühl gehört auch eine Blutuntersuchung, deren Zweck unter anderem darin besteht, die Entzündungswerte im Blut zu bestimmen.

Je nachdem, welche Ursache der Arzt für das Völlegefühl vermutet, können zur Diagnose zusätzliche Untersuchungen erfolgen, wie zum Beispiel:

Besteht der Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, kann der Arzt spezielle Nachweisverfahren anwenden, etwa einen Test auf Laktoseintoleranz bei einer vermuteten Milchzuckerunverträglichkeit. Lebensmittelallergien als Ursachen für Völlegefühl diagnostiziert der Arzt unter anderem mithilfe einer Blutuntersuchung oder eines Allergietests auf der Haut (z.B. des Prick-Tests). Bei einer Pilzinfektion des Darms oder einer gestörten Darmflora (Dysbiose) kann eine Stuhluntersuchung Aufschluss über mögliche Infektionen beziehungsweise Störungen geben.



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