Völlegefühl: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. Februar 2017)

Nicht jedes Völlegefühl macht einen Arztbesuch notwendig: Wenn sich Magen und Darm nach einer sehr üppigen Mahlzeit übervoll anfühlen, ist das zunächst normal.

Ein ständiges oder bei leerem Magen auftretendes Völlegefühl kann jedoch Anzeichen für eine Störung sein. Dann ist es ratsam, die Ursache für die Beschwerden von einem Arzt abklären zu lassen. Im ersten Schritt zur Diagnose wird der Arzt die Krankengeschichte erfassen (sog. Anamnese) – dabei kann er zum Beispiel folgende Fragen stellen:

Besteht der Verdacht auf ein krankhaftes Völlegefühl, bietet sich anschließend eine Magenspiegelung (Gastroskopie) an. Über den hierzu eingeführten Schlauch (sog. Gastroskop) kann der Arzt

  • den Zustand der Magenschleimhaut beurteilen und
  • gleichzeitig eine Gewebeprobe (Biopsie) entnehmen, um sie feingeweblich zu untersuchen, und
  • einen Abstrich machen, um eventuell vorhandene Erreger nachzuweisen.

Zur Basisdiagnostik bei einem Völlegefühl gehört auch eine Blutuntersuchung, deren Zweck unter anderem darin besteht, die Entzündungswerte im Blut zu bestimmen. Darüber hinaus können je nach vermuteter Ursache für die Beschwerden zusätzliche Untersuchungen nötig sein, wie zum Beispiel:

Gibt es Hinweise auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, kann der Arzt spezielle Diagnoseverfahren anwenden (z.B. einen Test auf Laktoseintoleranz bei vermuteter Milchzuckerunverträglichkeit). Ob eine Lebensmittelallergie hinter dem Völlegefühl steckt, lässt sich unter anderem mit einer Blutuntersuchung oder einem Allergietest auf der Haut (z.B. Prick-Test) feststellen. Bei einer Pilzinfektion des Darms oder einer gestörten Darmflora (Dysbiose) kann eine Stuhluntersuchung Aufschluss über mögliche Infektionen beziehungsweise Störungen geben.


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