Verwirrtheit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (29. August 2016)

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Verwirrtheit zählt zu den sogenannten Bewusstseinsstörungen und kann unterschiedliche Ursachen haben. Häufig tritt sie bei älteren Menschen auf, etwa im Rahmen einer Demenzerkrankung.

Eine Verwirrtheit zeichnet sich vor allem durch folgende Anzeichen aus:

  • Orientierungsstörungen
  • unverständliches, zusammenhangloses Sprechen
  • innere Unruhe
  • eingeschränkte Merkfähigkeit
  • gestörte Wahrnehmung

Es können außerdem Halluzinationen auftreten. Verwirrte Personen sind weniger leistungsfähig und haben oft Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. Das Langzeitgedächtnis ist in den meisten Fällen nicht von den Verwirrtheitszuständen betroffen.

Verwirrte Personen reagieren langsamer und reden häufig zusammenhangslos, sprunghaft und / oder schlecht verständlich. Oft ist ein normaler Dialog nicht möglich. Manche Betroffene sind schläfrig, andere dagegen aggressiv.

Verwirrtheit kann aus verschiedenen Gründen entstehen. Da im Alter das Durstgefühl oft nachlässt, trinken beispielsweise viele ältere Menschen zu wenig. Dieser Flüssigkeitsmangel kann die Denkfähigkeit beeinträchtigen und zu Verwirrtheit führen. Durchfall bringt den Flüssigkeitshaushalt ebenfalls durcheinander und kann Flüssigkeitsmangel und in der Folge Verwirrtheit hervorrufen. Es kommen aber auch schwerwiegende Erkrankungen als Auslöser infrage, zum Beispiel:

Je nach Ursache kann die Verwirrtheit von Tag zu Tag zunehmen, aber auch plötzlich (akut) auftreten. Bei einer Demenzerkrankung wie Alzheimer etwa werden Betroffene nach und nach immer verwirrter. Bei akuten Erkrankungen tritt die Verwirrtheit dagegen plötzlich auf, zum Beispiel wenn bei einem Schlaganfall das Gehirn nicht mehr ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. In jedem Fall sollte ein Arzt den Ursachen der Verwirrtheit nachgehen und gegebenenfalls eine geeignete Therapie einleiten.

Welche Therapie infrage kommt, hängt von der Ursache der Verwirrtheit ab. Manchmal hilft es bereits, wenn die verwirrte Person ausreichend trinkt oder eine Infusion mit Flüssigkeit erhält.

In anderen Fällen können Medikamente oder eine psychologische Betreuung notwendig sein, etwa bei psychisch bedingter Verwirrtheit. Treten Verwirrtheitszustände als Nebenwirkung von Medikamenten auf, setzen Sie die Medikamente jedoch nicht eigenmächtig ab. Besprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt, ob das Medikament unbedingt notwendig ist beziehungsweise ob es Alternativen gibt.


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