Verstopfte Nase: Behandlung und Hausmittel

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. November 2016)

Eine Erkältung samt Schnupfen und verstopfter Nase heilt im Allgemeinen nach einigen Tagen von alleine aus. Man kann den Heilungsprozess unterstützen, indem man sich körperlich schont – bei starken Erkältungssymptomen können

  • Hausmittel,
  • schmerzlindernde
  • und fiebersenkende Medikamente (z.B. Paracetamol)

die Beschwerden zusätzlich mildern. Bei bakteriellen Infekten sind gegebenenfalls Antibiotika notwendig. 

Hausmittel bei verstopfter Nase

Wer möchte, kann eine verstopfte Nase mit einem Hausmittel behandeln. So helfen Nasenspülungen, Krankheitserreger und mögliche Allergene wie Pollen aus der Nase zu entfernen. Die verstopfte Nase ist durch dieses Hausmittel kurzfristig von schädlichen Einflüssen und Sekreten befreit sowie befeuchtet.

Für eine Nasenspülung benötigt man in der Regel herkömmliches Kochsalz und ein Fläschchen, das man an das jeweilige Nasenloch ansetzt. Wichtig ist, die Spüllösung nach Anleitung herzustellen, damit sie die richtige Salzkonzentration hat. Wie genau die Nasenspülung bei verstopfter Nase funktioniert, erklärt der Apotheker oder HNO-Arzt.

Wenn eine Allergie für die verstopfte Nase verantwortlich ist, sollte Betroffene versuchen, das auslösende Allergen (z.B. Pollen, Tierhaare) so gut wie möglich zu meiden. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Cromoglicinsäure können vorbeugend eingenommen werden. Darüber hinaus kann eine sogenannte Hyposensibilisierung zur Therapie der Allergie sinnvoll sein.

Fremdkörper, welche die Nase verstopfen, lassen sich manchmal durch heftiges Schnäuzen entfernen. Ist dies nicht möglich, kann der HNO-Arzt sie mit Instrumenten, gegebenenfalls im Rahmen einer Endoskopie, entfernen. Nasenpolypen und eine Nasenscheidewand-Verkrümmung lassen sich zur Therapie operativ entfernen beziehungsweise korrigieren.

Menschen mit empfindlicher, dauerhaft zugeschwollener Nasenschleimhaut hilft es, sich nicht zu lange in sehr trockenen und rauchigen Räumen aufzuhalten. Die verstopfte Nase lässt sich auch mit Dampfinhalationen befeuchten. Dies hilft, die Nase frei zu machen.

Wer häufig unter einer trockenen Nasenschleimhaut und infolgedessen unter einer verstopften Nase leidet, kann auf Meerwasser-Nasenspray oder spezielle Nasensalben zurückgreifen. Diese Präparate befeuchten die Nasenschleimhaut nachhaltig und haben in der Regel keine Nebenwirkungen.

Verstopfte Nase: Bei Säuglingen, Babys und Kleinkindern

Vor allem Säuglingen und Babys macht eine verstopfte Nase zu schaffen, weil die Atmung zu diesem Zeitpunkt noch überwiegend durch die Nase geschieht. Die Folge: Babys können nachts nicht gut schlafen und haben Probleme beim Trinken.

Um die Nase der Kleinen wieder freizubekommen, können Nasentropfen mit einer Salzlösung helfen. Außerdem sollte man vor allem im Schlafzimmer trockene Heizungsluft vermeiden und regelmäßig lüften.

Gefäßverengende Nasentropfen mit dem Wirkstoff Oxymetazolin oder Xylometazolin führen zu einem raschen Abschwellen der Nasenschleimhaut. In schwächeren Dosierungen sind diese Nasentropfen auch für Säuglinge und Babys zugelassen und bei kurzfristiger Anwending nicht gefährlich.

Dennoch gilt: Verwenden Sie abschwellende Nasentropfen gegen eine verstopfte Nase nur sparsam und nicht länger als eine Woche! 

Das Bild zeigt ein Baby, das gegen seine verstopfte Nase Nasentropfen bekommt. © iStock

Nasentropfen können schon bei Babys zum Einsatz kommen, um eine verstopfte Nase wieder freizubekommen. Dabei sollte man die Nasentropfen sehr sparsam und nicht länger als 7 Tage verwenden.


Wie wirken Nasentropfen?

Nasentropfen und Nasensprays bewirken, dass die Nasenschleimhaut rasch abschwillt. Dadurch können Kinder oder Erwachsene relativ schnell für einige Stunden wieder frei durchatmen. Bei der Anwendung muss man vor allem bei Babys und Kindern auf die richtige Dosierung achten, da sonst im Rahmen einer Überdosierung langfristige Schäden an das Nasenschleimhaut auftreten können. 

Darüber hinaus sollte man abschwellende Nasentropfen nicht länger als eine Woche benutzen, da sich die Schleimhaut in der Nase an den Wirkstoff "gewöhnt" und dauerhaft zuschwillt. Hier hilft nur der konsequente Verzicht auf diese Medikamente.


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