Vergesslichkeit: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. August 2015)

Bei einer Vergesslichkeit richtet sich die Therapie individuell nach ihrer Ursache: Wenn zum Beispiel eine Demenz für die Vergesslichkeit verantwortlich ist, können zur Behandlung verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen, beispielsweise Antidementiva (z.B. Piracetam) und Acetylcholinesterase-Hemmer (z.B. Galantamin, Rivastigmin). Diese Medikamente können eine Demenz zwar nicht heilen, aber deren Verlauf verlangsamen.

Ist die Vergesslichkeit Begleitsymptom einer anderen Grunderkrankung, wie zum Beispiel eines Hirntumors oder einer Parkinsonerkrankung, ist eine gezielte Therapie dieser Grunderkrankung notwendig.

Um einer Vergesslichkeit im Alter vorzubeugen, sind eine ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung und ein gezieltes Training des Gehirns empfehlenswert: Dazu gehören beispielsweise Gedächtnistraining, Denksport oder Schach spielen. Daneben wirkt besonders der regelmäßige Kontakt zu Mitmenschen anregend und hält geistig fit: Daher ist es wichtig, auch im Alter familiäre und freundschaftliche Beziehungen zu pflegen.

Schon lange kommen verschiedene pflanzliche Mittel gegen Vergesslichkeit zum Einsatz, wie zum Beispiel Ginkgo und Ginseng, da man sich von ihnen erhofft, dass sie die Gedächtnisleistung verbessern, indem sie die Hirndurchblutung steigern oder die Tätigkeit der Gehirnzellen anregen. Ob bei Vergesslichkeit eine solche Therapie tatsächlich wirkt, ist jedoch nicht hinreichend belegt: So kann Ginseng weder die geistige Leistung gesunder Menschen verbessern noch nachweislich etwas gegen Demenz ausrichten. Und auch in der Behandlung von Demenzen mit Gingko sind die Ergebnisse uneinheitlich.


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