Vergesslichkeit: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (06. August 2015)

Nicht jede Vergesslichkeit im Alltag macht eine ärztliche Diagnose erforderlich. Wenn sich die Vorfälle der Vergesslichkeit jedoch häufen oder bereits in jüngeren Jahren eine auffällige Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche auftritt, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen der Vergesslichkeit abzuklären.

Bei Vergesslichkeit besteht der erste Schritt zur Diagnose in einer ausführlichen Befragung: Wann haben Sie zum ersten Mal bemerkt, dass Sie vergesslich sind? Wie oft vergessen Sie Dinge? Treten gleichzeitig andere Beschwerden auf? Sind Grunderkrankungen bekannt? Diese und andere Fragen können dem Arzt einen ersten Hinweis auf die Ursache der Vergesslichkeit geben. In vielen Fällen kann zusätzlich auch eine Befragung enger Angehöriger oder Betreuer entscheidend für die Diagnose sein.

Es folgt eine körperliche und neurologische Untersuchung. Hierbei kann der Arzt beispielsweise auch die Sehleistung und das Gehör überprüfen, um auszuschließen, dass Seh- oder Hörfehler hinter der vermeintlichen Vergesslichkeit stecken. Um bei der Diagnose das Gedächtnis und seine Defizite zu bewerten, stehen neuropsychologische Tests zur Verfügung, zum Beispiel der MMSE (Mini-Mental-State -Examination) oder der Wechsler-Gedächtnistest. Hierbei testet der Arzt wichtige kognitive Funktionen wie beispielsweise logisches Denken, Merkfähigkeit, Sprachverständnis sowie zeitliche und räumliche Orientierung.

Je nachdem, welchen Grund der Arzt für die Vergesslichkeit vermutet, können zur weiteren Diagnose zusätzliche Untersuchungen zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel eine Magnetresonanztomographie (MRT), Computertomographie (CT), Hirnwasser- (Liquor-) und Blutuntersuchung.


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