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Urinveränderungen

Stand: 27. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Urinveränderungen: Definition

Urinveränderungen geben Hinweise auf zahlreiche Erkrankungen. Der Urin ist die von den Nieren durch die Harnwege abgesonderte Flüssigkeit. Über den Urin (Harn) werden verschiedene Endprodukte des Stoffwechsels, zum Beispiel Eiweiße, sowie Wasser und Mineralsalze ausgeschieden.

Urinveränderungen können sich durch unterschiedliche Merkmale des Urins bemerkbar machen. Dazu gehören die ausgeschiedene Menge, die Farbe, der Geruch, der pH-Wert und einzelne Harnbestandteile (z.B. Blutkörperchen, Zucker, Harnstoff).

Der sogenannte physiologische (normale, "gesunde") Urin ist klar, stroh- bis bernsteingelb und besteht zu 95 Prozent aus Wasser. Je nach Alter und Geschlecht bildet der gesunde Mensch täglich 500 bis 2.000 Milliliter Urin. Die Menge des Urins, aber auch die meisten anderen Urinwerte werden sowohl durch die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme, als auch durch Flüssigkeitsverluste über Schweiß, Atmung und Stuhlgang beeinflusst. Auch zahlreiche Krankheiten und Stoffwechselstörungen führen zu Urinveränderungen.

Eine Veränderung muss nicht immer Anlass zur Sorge sein, wenn sie eine bekannte Ursache hat und vielleicht beim nächsten Harnabsatz nicht mehr auftritt. Bei ernstzunehmenden Veränderungen wie zum Beispiel Blut im Urin oder Urinveränderungen in Verbindung mit anderen Symptomen wie Schmerzen, sollte ein Arzt eine genaue Diagnose stellen.

Harnuntersuchung ("Urinstatus") Normalbereich
Spezifisches Gewicht (Dichte) 1.012 - 1.022 g/l
Osmolalität 855 - 1.335 mosmol/kg
pH-Wert 4,8 - 7,6
Erythrozyten bis 5 Zellen/µl
Leukozyten bis 10 Zellen/µl
Albumin unter 30 mg/dl
Glukose bis 20 mg/dl
Nitrit negativ
Ketone negativ
Urobilinogen unter 1 mg/dl
Bilirubin negativ
Kreatinin 7 - 13 mmol/l (Frauen)
13 - 18 mmol/l (Männer)

Weiterlesen: Urinveränderungen: Ursachen

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