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Urinveränderungen: Was sind die Ursachen?

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (12. Januar 2017)

Urinveränderungen können harmlose Ursachen haben, aber auch ein Symptom für eine mehr oder weniger schwere gesundheitliche Störung sein – zum Beispiel für eine Erkrankung der Nieren und ableitenden Harnwege, für eine Stoffwechselstörung und oder eine andere innere Krankheit.

Natürliche und harmlose Veränderungen der Urinfarbe entstehen öfter durch bestimmte Lebensmittel und Medikamente. So färbt sich der normalerweise klar-gelbe Urin nach dem Verzehr von Roter Bete beispielsweise bei manchen Menschen rötlich, und durch bestimmte Antibiotika entsteht mitunter brauner Urin.

Roter Urin kann aber auch Zeichen einer Blutung sein und sollte daher unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Hinter Blut im Urin (Hämaturie) können unter anderem ein Harnwegsinfekt und Nierensteine stecken, in seltenen Fällen auch ein bösartiger Tumor (z.B. Blasenkrebs).

Bestimmte Erkrankungen beeinflussen zudem die Urinmenge: Besonders Nieren- und Harnwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen als Ursachen für solche Urinveränderungen infrage. Bei einer Nierenschwäche bilden die Nieren weniger Urin. Bei Nierenerkrankungen sind meist auch typische Nierenwerte (wie Kreatinin, Harnstoff) im Urin verändert.

Daneben können sich Stoffwechselerkrankungen auf die Urinmenge auswirken: So verursacht zum Beispiel Diabetes mellitus eine erhöhte Harnausscheidung (Polyurie). Weitere typische Urinveränderungen bei Diabetikern sind erhöhte Werte für Zucker (Glukose) und ein ungewöhnlicher Uringeruch.

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Eine erhöhte Urinmenge kann auch durch übermäßigen Konsum von Flüssigkeit oder Kaffee bedingt sein. Alkoholkonsum steigert ebenfalls den Harndrang: Grund hierfür ist, dass Alkohol ein Hormon (sog. ADH) hemmt, das normalerweise die Harnausscheidung blockiert.

Ein veränderter Uringeruch kann schnell durch bestimmte Nahrungsmittel entstehen – zum Beispiel durch Spargel und Kaffee. Zu den Erkrankungen, die solche Urinveränderungen verursachen können, gehören neben Diabetes bakterielle Infektionen (wie die Blasenentzündung). Bei einem Harnwegsinfekt sind dann oft auch Bakterien oder andere Keime im Urin nachweisbar.

Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt können spezielle Urin-Teststreifen aus der Apotheke Auskunft über bestimmte Urinveränderungen geben. Bitte bedenken Sie jedoch, dass ein Teststreifen nie den Arztbesuch ersetzt.

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