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Urinveränderungen: Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Juni 2013)

Urinveränderungen können viele verschiedene Ursachen haben, zum Beispiel Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege, zahlreiche Stoffwechselstörungen und weitere innere Krankheiten.

Harmlose und natürliche farbliche Urinveränderungen treten öfter nach dem Verzehr von bestimmten Lebensmitteln und Medikamenten auf. So färbt sich der normalerweise klar-gelbe Urin nach dem Genuss von Roter Beete beispielsweise bei manchen Menschen rötlich, und bestimmte Antibiotika führen mitunter zu einer braunen Urinfarbe. Roter Urin kann aber auch Zeichen einer Blutung sein und sollte daher unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Hinter Blut im Urin (Hämaturie) können unter anderem ein Harnwegsinfekt, Nierensteine, aber auch ein bösartiger Tumor (z.B. Blasenkrebs) stecken.

Bei Urinveränderungen, die sich auf die Menge des ausgeschiedenen Urins beziehen, kommen als Ursachen besonders Nieren- und Harnwegserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen infrage. Bei einer Nierenschwäche produzieren die Nieren weniger Urin. Bei Nierenerkrankungen sind meist auch typische Nierenwerte (wie Kreatinin, Harnstoff) im Urin verändert.

Auch Stoffwechselerkrankungen können Urinveränderungen hervorrufen. Zu den typischen Ursachen zählt beispielsweise ein Diabetes mellitus, der unter anderem zu einer erhöhten Harnausscheidung (Polyurie) führt. Im Urin findet sich dann auch vermehrt Zucker (Glukose). Aber auch Alkoholgenuss steigert den Harndrang. Grund hierfür ist, dass Alkohol ein Hormon (sog. ADH) hemmt, das normalerweise die Harnausscheidung (Diurese) blockiert.

Urinveränderungen können sich ebenfalls im Geruch äußern. Wenn Urin länger steht, riecht er säuerlich stechend. Der typische Geruch des Urins ist durch Harnsäure und Ammoniak bedingt. Bestimmte Nahrungsmittel, zum Beispiel Spargel und Kaffee, können den Geruch des Urins verändern. Aber auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder bakterielle Infektionen (z.B. eine Blasenentzündung) hinterlassen einen typischen Uringeruch. Bei einem Harnweginfekt sind oftmals Bakterien oder andere Keime im Urin nachweisbar.

Bei Verdacht auf einen Harnwegsinfekt können spezielle Urin-Teststreifen aus der Apotheke Auskunft über bestimmte Urinveränderungen geben. Bitte bedenken Sie dabei, dass ein Teststreifen nie den Arztbesuch ersetzt.




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