Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen) beim Mann

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (08. September 2016)

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Unterleibsschmerzen (Unterbauchschmerzen) gelten häufig als klassisches Frauenproblem. Doch auch Männer können hin und wieder Unterleibsschmerzen haben. Für Unterleibsschmerzen beim Mann gibt es verschiedene Ursachen.

Schmerzen im Unterbauch können an unterschiedlichen Stellen auftreten, strahlen unterschiedlich weit aus oder bleiben auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt. So können Unterleibsschmerzen beim Mann mitunter vom Darm ausgehen oder beispielsweise von den harnableitenden Organen (z.B. Harnblase) oder der Prostata ausstrahlen.

Mögliche Ursachen für Unterleibsschmerzen beim Mann sind zum Beispiel:

Unterleibsschmerzen können plötzlich (akut) auftreten, aber auch chronisch – also länger andauernd – sein. Im Vergleich zu Frauen kommen bei Männern chronische Unterbauchschmerzen wesentlich seltener vor.

Neben den Ursachen und der genauen Stelle der Unterleibsschmerzen ist auch die Art der Schmerzen mitunter sehr unterschiedlich, zum Beispiel

  • kolikartig (stark und wellen- oder wehenartig),
  • krampfartig,
  • dumpf
  • oder scharf.

Daneben können zu den Unterbauchschmerzen Begleitsymptome wie ErbrechenFieber oder Stuhlunregelmäßigkeiten auftreten.

Um die genaue Ursache der Unterleibsschmerzen herauszufinden, befragt der Arzt den Betroffenen zunächst zu seinen Beschwerden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der er unter anderem dem Unterbauch abhört und abklopft. Danach veranlasst er in der Regel Blut-, Urin- und Stuhluntersuchungen.

Je nach vermuteter Ursache der Unterbauchschmerzen können weitere Untersuchungen notwendig sein – zum Beispiel bildgebende Verfahren wie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie).

Bei Unterleibsschmerzen besteht der erste Behandlungsschritt häufig darin, dass der Arzt dem Betroffenen Schmerzmittel verschreibt, um die Beschwerden zu lindern. Die eigentliche Therapie richtet sich jedoch nach der jeweiligen Ursache der Unterleibsschmerzen.

Sind etwa Nierensteine Auslöser der Beschwerden, müssen diese entfernt werden. Bei anderen Grunderkrankungen können Medikamente oder weitere Therapien zum Einsatz kommen, zum Beispiel Antibiotika bei einer bakteriellen Prostataentzündung. Manchmal sind auch krampflösende Medikamente sinnvoll, etwa bei Magen-Darm-Infekten, die mit starken Unterbauchkrämpfen einhergehen.


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