Traurigkeit, Niedergeschlagen­heit

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (05. April 2017)

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Traurigkeit und Niedergeschlagenheit beschreiben ein Gefühl, das praktisch jeder Mensch kennt. Wer sehr traurig und niedergeschlagen ist, hat meist ein seelisch schmerzliches oder entmutigendes Ereignis hinter sich.

So kann zum Beispiel der Verlust eines geliebten Menschen tiefe Traurigkeit auslösen. Häufig ist eine solche Phase der Trauer durch zusätzliche Symptome wie fehlender Antrieb, Erschöpfung oder psychosomatische Beschwerden (z.B. Magen-Darm-Störungen) gekennzeichnet. Ständig traurig zu sein kann die Lebensfreude beeinträchtigen und sogar zu einer Lebenskrise führen.

Kurzfristige Phasen der Traurigkeit sind aber Teil des normalen und gesunden Lebens. Sie sind an sich nicht als krankhaft zu bewerten, sondern als Fähigkeit, sich mit etwas seelisch auseinanderzusetzen. Erst wenn Menschen scheinbar grundlos unendlich traurig sind und/oder ihre seelische Niedergeschlagenheit übermäßig lange andauert, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Gemütszustand krankhaft bedingt ist.

Eine solche fehlgeleitete Traurigkeit kann viele Gründe haben. Zum einen kann die Traurigkeit ein Hinweis auf eine ernste psychische Störung sein – zum Beispiel auf eine Depression. Neben der Niedergeschlagenheit können sich Depressionen zusätzlich äußern durch:

Zum anderen können hinter einer Traurigkeit, die scheinbar ohne Grund auftritt, viele verschiedene körperliche Störungen oder Erkrankungen stecken (z.B. ein veränderter oder gestörter Hormonhaushalt, Infektionskrankheiten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Parkinson, multiple Sklerose, Alzheimer-Demenz usw.). Außerdem können bestimmte Medikamente (z.B. Antibabypille) als Nebenwirkung traurig machen.

Daher gilt: Wenn jemand über einen längeren Zeitraum übermäßig traurig und niedergeschlagen ist und die Traurigkeit nicht alleine überwinden kann, ist ein Arztbesuch ratsam. Wenn es mit ärztlicher Hilfe gelingt, den Grund für die Niedergeschlagenheit aufzudecken, ist meist auch schnell klar, worin das geeignete Mittel gegen die Traurigkeit liegt.


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