Stimmungs­schwankungen: Natürliche hormonelle Umstellungen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (12. August 2016)

Im Laufe des Lebens sind einzelne Lebensabschnitte oder -zyklen mit verschiedenen hormonellen Umstellungen verbunden. Diese Veränderungen im Hormonhaushalt können unter anderem starke Stimmungsschwankungen verursachen. Sie sind kein Grund zur Besorgnis, vielmehr gehören sie zum menschlichen Dasein dazu. Sie müssen nur dann behandelt werden, wenn sie in extremer Form auftreten. Stimmungsschwankungen durch natürliche hormonelle Umstellungen treten beispielsweise in folgenden Lebensphasen auf:

  • Pubertät: Während der Pubertät, die mit hormonellen Veränderungen einhergeht, machen die Heranwachsenden eine Entwicklungskrise durch. Stimmungsschwankungen treten hier häufig auf.
  • Schwangerschaft: Stimmungsschwankungen sind gerade zu Beginn einer Schwangerschaft nicht selten, einige Schwangere haben damit jedoch keine Probleme. Normalerweise produzieren die Follikel der Eierstöcke Hormone wie Östrogen. Während der Schwangerschaft übernimmt der Mutterkuchen (Plazenta) nach und nach diese Funktion. Aber nicht nur diese Umstellung, auch die veränderte Lebenssituation kann dazu führen, dass die Stimmung labil ist.
  • Menstruationszyklus: Manche Frauen haben monatlich mit Stimmungsschwankungen zu kämpfen, insbesondere, wenn sie unter dem prämenstruellen Syndrom (PMS) leiden. Mit PMS sind verschiedene körperliche und psychische Symptome gemeint, die etwa zehn Tage bis eine Woche vor der Menstruationsblutung auftreten – unter anderem auch Stimmungsschwankungen.
  • Wechseljahre: Die hormonellen Umstellungen zu Beginn der Wechseljahre können mit Stimmungsschwankungen verbunden sein.
  • Wochenbett: Viele frischgebackene Mütter erleben den sogenannten Baby-Blues oder die Heultage. Ausgelöst wird der Baby-Blues durch die plötzlichen hormonellen Veränderungen nach der Geburt. Der veränderte Hormonspiegel und die unbekannte neue Situation verursachen eine psychische Berg- und Talfahrt, die sich unter anderem durch Stimmungsschwankungen, Überempfindlichkeit oder Appetitlosigkeit äußert.

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