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Diskussion und Erfahrungsaustausch im Forum Magenschmerzen, Sodbrennen & Co.
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Stand: 6. April 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Für Sodbrennen gibt es vielfältige Ursachen. Häufig tritt Sodbrennen ernährungsbedingt auf. So leiden viele Menschen nach dem Genuss verschiedener Lebensmittel und Getränke, durch die der Magen mehr Magensäure produziert, an Sodbrennen, so zum Beispiel nach:
Auch Alkohol oder Nikotin können Ursache für Sodbrennen sein: Sie bewirken, dass die Muskulatur, die die Speiseröhre vom Magen trennt (Ösophagussphinkter), erschlafft. Dadurch kann saurer Magensaft in die Speiseröhre gelangen.
Sodbrennen zählt außerdem zu den typischen Schwangerschaftsbeschwerden: Rund die Hälfte aller Frauen leidet im Verlauf ihrer Schwangerschaft darunter. Der schützende Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre wird durch die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft schlaffer. Die wachsende Gebärmutter drückt zusätzlich auf den Magen. Letztlich gibt der Schließmuskel so leichter nach und der Magensaft kann in die Speiseröhre zurückfließen.
Ursachen für Sodbrennen können außerdem Stress, Sorgen und zu hastiges Essen sein. Sind in diesem Zusammenhang keinerlei krankhafte Veränderungen im Magen nachweisbar, hängen die Beschwerden unter Umständen mit einem Reizmagen zusammen.
Für einen Reizmagen sind oft Störungen der Magenbeweglichkeit und der Transportfunktion von Nahrung verantwortlich. Dabei ist die Muskulatur der Magenwand zu träge oder sie bewegt sich unkoordiniert, sodass die Nahrung nicht reibungslos abtransportiert wird und zu lange im Magen bleibt. Der Mageninhalt kann dann zurück in die Speiseröhre gelangen und Sodbrennen auslösen. In solchen Fällen kann eine Therapie sinnvoll sein, die darauf abzielt, die gereizte Magenmuskulatur zu beruhigen und die Magenbewegung zu regulieren.
Eine Funktionsstörung des unteren Schließmuskels der Speiseröhre (unterer Ösophagussphinkter) liegt der sogenannten gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD) zugrunde. Hierbei fließen Verdauungssäfte aus dem Magen krankhaft in die Speiseröhre zurück und verursachen häufiges Sodbrennen, das nach größeren Mahlzeiten auftritt und sich im Liegen verstärkt. Etwa 75 Prozent aller Menschen, die an der Refluxkrankheit leiden, haben Sodbrennen. Neben solchen Beschwerden kann die Refluxkrankheit auch Spätfolgen hervorrufen: Die dauerhafte Speiseröhrenentzündung erhöht zum Beispiel das Risiko für die Ausbildung eines bösartigen Tumors (Speiseröhrenkrebs).
Ist ein nicht ausreichend funktionierender Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Mageneingang die Ursache der Refluxkrankheit, spricht man von primärer Refluxkrankheit. Wenn die Umgebung von Speiseröhre und Magen so verändert ist, dass Magensaft zurück in die Speiseröhre fließen kann, nennt sich das sekundäre Refluxkrankheit. Solche Veränderungen bestehen oft bei Schwangerschaft, Muskelschwäche, Übergewicht, Zwerchfelldurchbruch oder nach Magenoperationen.
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