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Stand: 29. Juni 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Bei Sodbrennen richtet sich die Therapie nach der Ursache und dem Schweregrad der Beschwerden.
Bei leichtem Sodbrennen reicht es als Therapie-Maßnahme oft schon aus, ein bisschen mehr auf die Ernährung zu achten und all jene Lebensmittel zu meiden oder nur noch in Maßen zu konsumieren, die zu den Beschwerden führen. Typische Ernährungsgewohnheiten beziehungsweise Lebensmittel oder Getränke, die zu Sodbrennen führen können, sind zum Beispiel:
Auch Alkohol und Nikotin sollte man bei Sodbrennen möglichst meiden.
Für Betroffene mit Sodbrennen empfiehlt es sich, vor dem Schlafengehen nur noch kleinere Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Idealerweise sollte die letzte Mahlzeit vor dem Schlafengehen mindestens drei Stunden zurückliegen.
Falls Sodbrennen auch im Liegen auftritt, kann es helfen, das Kopfende des Betts hochzustellen oder ein weiteres Kopfkissen zu benutzen. So kann während des Schlafens die Magensäure nicht so leicht in die Speiseröhre zurückfließen.
Gegen leichtes Sodbrennen haben sich Hausmittel wie fettarme Milch, Magen-Darm-Tees, Kamillentee oder das langsame Kauen von Nüssen oder Mandeln bewährt. Um bei Sodbrennen die überschüssige Magensäure zu binden, kommen auch Hausmittel wie Kartoffelsaft und Kaisernatron zum Einsatz.
Bei häufigem Sodbrennen sind im Rahmen der Therapie oftmals Medikamente erforderlich, um zu verhindern, dass es nicht zu einer weiteren Entzündung der Speiseröhre kommt. Um die Produktion von Magensäure zu hemmen, werden vor allem sogenannte Protonenpumpenhemmer (z.B. die Wirkstoffe Pantoprazol oder Omeprazol) eingesetzt. Alternativ sind H2-Blocker (wie Ranitidin) sowie säurebindende Mittel (sog. Antazida wie Aluminiumhydroxid, Magnesiumhydroxid) möglich.
Je nach Ursache können bei Sodbrennen zur Therapie außerdem Kombinationspräparate aus verschiedenen Heilpflanzenextrakten Anwendung finden. Sie regulieren die Magenbewegung und sorgen dafür, dass sich die Magenmuskulatur entspannt. Dadurch wird der Mageninhalt gleichmäßig durchmischt und kann besser weitertransportiert werden.
Ist die Speiseröhre bei sehr weit fortgeschrittener Refluxkrankheit durch Vernarbungen verengt, kann eine Operation (Fundoplicatio) notwendig sein.
Liegt dem Sodbrennen eine Infektionskrankheit (z.B. Helicobacter-pylori-Infektion) zugrunde, muss der Arzt diese mit Antibiotika behandeln.
Schwangere sollten vorab mit ihrem Frauenarzt oder Hausarzt besprechen, welche Mittel sie gegen Sodbrennen einnehmen dürfen. Da Sodbrennen in der Schwangerschaft in der Regel nicht durch eine Magenübersäuerung bedingt ist, sind säureblockende Medikamente hier nur begrenzt wirksam. Daher ist es besonders wichtig, dass Schwangere beispielsweise darauf achten, nach dem Essen nur mit erhöhtem Oberkörper zu liegen. Säurebindende Speisen wie Milch können hilfreich sein.
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