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Schwitzen, Schweißausbrüche

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (19. August 2016)

© iStock

Schwitzen ist lebensnotwendig – es schützt unseren Körper vor Überhitzung und spielt so eine wichtige Rolle in der Wärmeregulation. Doch Schweißausbrüche können auch zur Belastung werden: Ständiges oder übermäßig starkes Schwitzen ist für die Betroffenen oft sehr unangenehm – und manchmal steckt auch eine Erkrankung dahinter.

Wenn wir schwitzen oder wenn uns Schweißausbrüche plagen, liegt das an den Schweißdrüsen auf der Haut, die den Schweiß absondern. Insgesamt besitzt die Haut mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen, die sich auf der gesamten Körperoberfläche verteilen. Der Schweiß bildet auf der Haut einen Säureschutzmantel: Dieser kann Krankheitserreger abwehren.

Nur an Lippen und Eichel kann der Mensch nicht schwitzen, da er dort keine Schweißdrüsen besitzt. Stirn, Handteller und Fußsohlen haben hingegen die höchste Konzentration an Schweißdrüsen.

Schweiß ist dünnflüssig und sauer (pH-Wert = 4,5) und besteht unter anderem aus Wasser, Kochsalz (= Natriumchlorid), Harnstoff, Ammoniak und Harnsäure.

Schwitzen ist ein normaler physiologischer Vorgang. Je nach ihrem Zweck kann man Schweißausbrüche in folgende Arten unterteilen:

  • Thermoregulatorisches Schwitzen: Wenn sich bei starker Hitze die Körpertemperatur und somit die Bluttemperatur erhöht, beginnt man zu schwitzen, um dem Temperaturanstieg gegenzusteuern; Handflächen und Fußsohlen bleiben bei einem thermoregulatorischen Schweißausbruch meist trocken.
  • Nervöses Schwitzen: Auch Emotionen können Schweißausbrüche hervorrufen. Als Zeichen für nervöse Erregung schwitzen zuerst die Handteller und Fußsohlen; der Schweißausbruch muss aber nicht hierauf beschränkt bleiben.

Verantwortlich für die Regulation der Schweißbildung ist das vegetative Nervensystem. Dabei ist eine Schweißsekretion von mehreren Litern pro Tag normal. Wenn der Körper jedoch Schweiß in Mengen bildet, die für eine reine Temperaturregulation nicht notwendig wären, ist das Schwitzen krankhaft: Dies bezeichnet man als Hyperhidrose. Dabei besteht die Krankheit nicht darin, dass der Körper eine große Menge Schweiß bildet, sondern darin, dass die Schweißausbrüche durch eine Fehlfunktion bedingt sind.



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