Startseite > Symptome > Schwitzen, Schweißausbrüche
Stand: 6. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Schwitzen beziehungsweise Schweißausbrüche sind für den Menschen lebensnotwendig und spielen eine wichtige Rolle zum Schutz des Körpers vor Überhitzung (Wärmeregulation). Ein übermäßig starkes oder ständiges Schwitzen ist für die Betroffenen jedoch oft sehr unangenehm und kann sogar krankhaft sein.
Schwitzen beziehungsweise Schweißausbrüche sind die sichtbare Absonderung von Schweiß aus den Schweißdrüsen auf der Haut. Diese befinden sich auf der gesamten Körperoberfläche außer den Lippen und der Eichel. Insgesamt enthält die Haut mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen – in der höchsten Konzentration finden sie sich auf der Stirn, den Handtellern und Fußsohlen. Schweiß ist dünnflüssig und sauer (pH-Wert = 4,5) und besteht aus Wasser, Natriumchlorid, Harnstoff, Ammoniak und Harnsäure. Der Schweiß bildet auf der Haut einen Säureschutzmantel, der Krankheitserreger abwehren kann.
Je nachdem, welchem Zweck das Schwitzen dient beziehungsweise wodurch Schweißausbrüche entstehen, unterscheidet man folgende Arten des "normalen" Schwitzens:
Verantwortlich für die Regulation der Schweißbildung ist das vegetative Nervensystem. Normal ist eine Schweißsekretion von mehreren Litern pro Tag. Wenn der Körper jedoch Schweiß in Mengen bildet, die für eine reine Temperaturregulation nicht notwendig wären, liegt ein krankhaftes Schwitzen vor: Dies bezeichnet man als Hyperhidrose. Dabei besteht die Krankheit nicht darin, dass der Körper eine große Menge Schweiß bildet, sondern darin, dass beim Schwitzen eine Fehlfunktion vorliegt.
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