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Schwitzen, Schweißausbrüche

Schwitzen, Schweißausbrüche: Therapie

Stand: 6. November 2011Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Gegen Schwitzen beziehungsweise Schweißausbrüche ist in der Regel keine ärztliche Therapie erforderlich. Meist reichen bei starkem Schwitzen Eigenmaßnahmen zur Behandlung aus:

Allgemein ist bei starkem Schwitzen zur Therapie eine angemessene Körperpflege zum Beispiel mit desinfizierenden Seifen empfehlenswert. Um übermäßiges Schwitzen oder Schweißausbrüche in bestimmten Körperregionen (z.B. Achseln) zu verringern, können Sie ein Antitranspirant verwenden. Antitranspirants stehen als Puder, Cremes oder Lösungen (z.B. mit Aluminiumverbindungen oder Methenamin) zur Verfügung. Diese Mittel helfen gegen starkes Schwitzen, weil sich unter ihrer Wirkung die Schweißdrüsen zusammenziehen. Und mit Salbei (z.B. als Salbeitee) steht ein wirksames Hausmittel gegen Schwitzen zur Verfügung: Salbei hat ebenfalls eine zusammenziehende Wirkung auf die Schweißdrüsen, sodass Sie weniger schwitzen. Mit desinfizierenden Seifen und Deodorants können Sie das Schwitzen zwar nicht vermindern oder gar stoppen, sie wirken aber gegen die bakterielle Zersetzung des Schweißes und verhindern damit eine Geruchsbildung.

Um das Schwitzen nicht auch noch zu fördern, ist es darüber hinaus ratsam, keine synthetische Kleidung zu tragen, sondern lieber Stoffe aus atmungsaktiveren Naturfasern zu wählen. Meiden Sie außerdem Schuhe mit Sohlen aus Gummi, Kunststoff oder Holz – tragen Sie stattdessen lieber Sandalen oder Lederschuhe. Um nervöse Schweißausbrüche zu verringern, können Entspannungstechniken wie autogenes Training hilfreich sein. Eine weitere allgemeine Therapie-Maßnahme bei starkem Schwitzen besteht darin, Ihre Ernährung entsprechend anzupassen: Verzichten Sie auf scharfe Speisen, Kaffee und Alkohol. Verringern Sie aber nicht Ihre Trinkmenge, weil Sie befürchten, die Flüssigkeit nur wieder auszuschwitzen – im Gegenteil: Bei starkem Schweißausbruch ist es wichtig, viel zu trinken, um die verloren gegangene Flüssigkeit zu ersetzen.

Helfen diese selbst anzuwendenden Maßnahmen nicht gegen das Schwitzen, können Sie sich ärztlich behandeln lassen. Diese Therapie hängt allgemein davon ab, wodurch es zu dem Schwitzen kommt und welche Körperstellen von der Schweißbildung betroffen sind. Es gibt konservative (d.h. nicht-operative) und operative Behandlungsmethoden:

  • Die konservative Therapie bei übermäßigem Schwitzen umfasst
    • die Iontophorese, eine Gleichstromanwendung, welche die Aktivität der Schweißdrüsen vermindert,
    • Botulinumtoxin-Spritzen, welche die Nervenleitung zu den Schweißdrüsen blockieren.
  • Die operative Therapie bei vermehrtem Schwitzen umfasst
    • die Entfernung der Schweißdrüsen (Exzision),
    • die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage),
    • die Blockade der Nerven, die das Schwitzen auslösen (Sympathektomie).

Sind das Schwitzen oder Schweißausbrüche Anzeichen einer anderen Grunderkrankung (z.B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenüberfunktion, Parkinson), besteht die Therapie in erster Linie darin, diese Krankheit zu behandeln.

Weiterlesen: Schwitzen, Schweißausbrüche: Weitere Informationen

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