Schwere Beine: Kompressionsstrümpfe

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (10. November 2012)

Kompressionsstrümpfe können sowohl bei bereits bestehendem Venenleiden als auch vorbeugend angewendet werden. Mit Kompressionsstrümpfen vorbeugen sollten Personen, bei denen bestimmte Risikofaktoren vorliegen. Hierzu zählen vor allem:

  • genetische Belastung
  • vorwiegend sitzende oder stehende Tätigkeit
  • erhöhte Blutgerinnungsneigung
  • Schwangerschaft
  • lange Reisen mit Flugzeug, Auto oder Bahn (Reisethrombose)
  • Bettlägerigkeit

Ein weiterer Einsatzbereich von Kompressionsstrümpfen sind lymphatische Erkrankungen.

Illustration: Bildung von Krampfadern

Erkrankte Verbindungsvene zwischen oberflächlichen und tiefen Venen

Gesunde Venenklappen funktionieren wie kleine Ventile und verhindern normalerweise einen Rückstrom des zum Herzen fließenden Bluts. Bei erkrankten Venen schließen die Venenklappen jedoch nicht mehr richtig. Die Folge: Das Blut versackt sozusagen in den Beinen. Die dadurch fortschreitenden Erweiterungen der Venen führen wiederum dazu, dass die Klappen noch schlechter schließen.

Gesunde Verbindungsvene zw. oberflächlichen und tiefen Venen

Medizinische Kompressionsstrümpfe üben von außen Druck auf die erweiterten Venen aus, der ihren Durchmesser einengen soll. Durch den verengten Venenquerschnitt können die Venenklappen wieder besser schließen.

Darüber hinaus erhöhen Kompressionsstrümpfe die Fließgeschwindigkeit des Bluts und unterstützen die Muskelpumpe, wodurch Stauungen vermieden und die Venen vor weiterer Überdehnung geschützt werden.

Der bessere Rückfluss des Bluts zum Herzen senkt die Thrombose- und folglich auch die Emboliegefahr. Die Stoffwechselvorgänge im Bein werden günstig beeinflusst und das Risiko für offene Beine sinkt. Der kontinuierliche Druck von außen wirkt zudem einem Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe und damit einer Wasseransammlung (Ödembildung) entgegen.

Kompressionsstrümpfe sind zu unterscheiden von sogenannten Stützstrümpfen, die in Bezug auf die Höhe des Drucks, die Beständigkeit des Drucks und die Druckverteilung insgesamt nicht bei den genannten Anwendungsgebieten ausreichen. Weiterhin abzugrenzen sind sogenannte Thromboseprophylaxestrümpfe, die zum Beispiel im Krankenhaus angewendet werden.


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