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Schüttelfrost: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (20. November 2014)

Bei Schüttelfrost hängt die Therapie von der Ursache für das Zittern ab und kann darum von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Die Kombination aus Schüttelfrost und Fieber ist ein wichtiges Allgemeinsymptom bei vielen Infektionskrankheiten. Dabei tritt der Schüttelfrost in der Phase des Fieberanstiegs auf.

In solchen Fällen gilt:

  • Kalte Wadenwickel sind zwar ein wirksames Mittel, um Fieber zu senken,
  • gegen Schüttelfrost eignet sich dieses Hausmittel aber nicht, da das Zittern Wärme erzeugt und zum Fieberanstieg beiträgt.

Stattdessen ist es bei einem infektionsbedingten Schüttelfrost zur Therapie ratsam, Wärme zuzuführen: zum Beispiel durch eine zusätzliche Decke, eine Wärmflasche und warme Getränke. Erst wenn das Fieber auf 39 bis 40 Grad Celsius gestiegen und der Schüttelfrost verschwunden ist, sind kalte Wadenwickel sinnvoll. Daneben können Sie dann fiebersenkende Medikamente (wie Paracetamol) gegen das Fieber einsetzen.

Außerdem gilt: Wenn neben Fieber und Schüttelfrost – besonders bei Kindern – weitere Symptome (z.B. Übelkeit, Durchfall) hinzukommen, das Fieber trotz Zäpfchen nicht sinkt, länger als einen Tag dauert oder ein Fieberkrampf auftritt, ist es ratsam, einen Arzt zu verständigen.

Der Arzt kann festlegen, was gegen die Ursache der Krankheitssymptome zu tun ist: Steckt eine Bakterien-Infektion hinter dem Schüttelfrost, ist eine Therapie mit Antibiotika wirksam (wobei eine gezieltere Behandlung möglich ist, wenn der Erreger bekannt ist). Liegt dem Schüttelfrost eine andere Erkrankung zugrunde (z.B. Grippe, Gelbfieber, eine Pilzvergiftung oder ein akutes Glaukom), ist eine gezielte Behandlung dieser Grunderkrankung notwendig.

Wenn ein Sonnenstich oder Hitzschlag zu Schüttelfrost führt, ist zur Therapie – anders als bei fieberhaften Erkrankungen – Kälte hilfreich: Bei solchen Hitzeschäden besteht die Sofortmaßnahme darin, den Körper mit kalten Tüchern oder Bädern zu kühlen. In manchen Fällen ist es auch notwendig, den Kreislauf zu stabilisieren. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, um einen Wasser- und Elektrolytverlust auszugleichen.




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