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Schnupfen (Rhinitis)

Veröffentlicht von: Till von Bracht (14. August 2015)

© Jupiterimages/Pixland

Gerade in der nasskalten Jahreszeit bleibt kaum jemand verschont: ständig läuft die Nase, sie juckt oder brennt. Dann ist ein Schnupfen (Rhinitis) oft nicht mehr weit.

Neben der ständig laufenden Nase kommt es bei einem Schnupfen zudem häufig zu einem Niesreiz. Dies ist eine wichtige Abwehrreaktion des Körpers – denn mit dem mit anschließendem Ausniesen von Nasensekret werden auch die Krankheitserreger ausgeschwemmt. Im weiteren Verlauf entzündet sich die Nasenschleimhaut und schwillt an. Betroffenen fällt es dann immer schwerer, durch die Nase zu atmen.

Außerdem führt ein Schnupfen häufig dazu, dass die Betroffenen schlecht riechen und schmecken können. Unter Umständen tritt gleichzeitig ein Reizhusten auf. Auch die Augen sind manchmal gerötet und tränen. 

Die gute Nachricht: In den meisten Fällen ist Schnupfen harmlos und klingt nach einiger Zeit von alleine wieder ab.

Normalerweise dauert ein einfacher Schnupfen etwa eine Woche. Allerdings kann sich die dem Schnupfen zugrunde liegende Infektion im Hals-Nasen-Ohren-Bereich auch ausweiten und zum Beispiel eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) verursachen.

Neben Viren und Bakterien kann die Nasenschleimhaut auch durch andere Stoffe gereizt werden und unter anderem zu Schnupfen führen. Dazu zählen zum Beispiel

  • Hausstaub,
  • Tierhaare,
  • Daunenfedern oder
  • Blütenstaub (Pollen).

Diese Form des Schnupfens nennt man auch allergischen Schnupfen beziehungsweise allergische Rhinitis. Allergiker leiden vor allem zur Pollenflugzeit unter allergischen Schnupfen und weiteren allergischen Beschwerden.

Der Arzt erkennt einen Schnupfen meist schon an den sichtbaren Beschwerden. Um aber die genaue Ursache herauszufinden, untersucht er den Patient genau und stellt einige Fragen. Vermutet der Arzt hinter dem Schnupfen eine Allergie, ist eine gezielte Diagnose mit einem Allergietest möglich. Der Allergietest erlaubt, das genaue Allergen, also den Auslöser der Allergie zu ermitteln.

Schnupfen, medizinisch als Rhinitis bezeichnet, ist ein Symptom und stellt keine eigene Erkrankung dar. Wie die Endung "-itis" bei der Bezeichnung Rhinitis vermuten lässt, handelt es sich bei einem Schnupfen um eine Entzündung der oberen Atemwege. Besonders häufig tritt ein Schnupfen im Rahmen einer Erkältung auf.

Hinter einer meist harmlos verlaufenden Erkältung stecken verschiedene Virustypen, die die Nasenschleimhaut reizen und einen Schnupfen auslösen können. Beim Niesen oder Sprechen gelangen die Schnupfenviren in die Luft – so kann sich ein Schnupfen von Mensch zu Mensch übertragen.

Wenn der Schnupfen im Rahmen einer Allergie auftritt, gilt die Devise: Meiden Sie so gut wie möglich den Auslöser. Bei einer Pollenallergie ist das jedoch oft schwierig, da Pollen teilweise kilometerweit fliegen können.

Video: Allergischer Schnupfen – wie entsteht er?

Schnupfen: Was tun?

Vor einem Schnupfen kann man sich nicht sicher schützen – zum Beispiel mithilfe einer Impfung. Jedes Jahr erwischt es viele und jedes Jahr fragen sich die Betroffenen: Wie kann man den Schnupfen schnell wieder loswerden?

Je nachdem, welche Ursache dem Schnupfen zugrunde liegt, lassen sich die Symptome einer Rhinitis mit unterschiedlichen Maßnahmen und Mitteln lindern. Haben Sie sich im Rahmen einer Erkältung einen infektiösen Schnupfen eingefangen, helfen oft schon Hausmittel wie

Antibiotika kommen nur dann zum Einsatz, wenn hinter dem Schnupfen eine bakterielle Infektion steckt.

Je nach Allergieform empfehlen sich bei allergischem Schnupfen Antihistaminika als Tabletten, Spray oder Tropfen, um die Symptome zu lindern. Wenn bekannt ist, welche Pollen den Heuschnupfen auslösen, lässt sich im Rahmen der Therapie eine sogenannte Hyposensibilisierung durchführen.



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