Schmierblutung: Therapie

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (25. August 2016)

Bei einer Schmierblutung richtet sich die Therapie danach, ob eine organische Erkrankung oder ein dauerhaftes Hormonungleichgewicht vorliegt. Diese müssen dann entsprechend behandelt werden.

Zyklusabhängige Schmierblutungen sowie mechanisch bedingte Schmierblutungen wird der Arzt nicht zwingend behandeln.

Besonders Schmierblutungen, die in Folge einer Geburt, während oder nach der Stillzeit oder zu Beginn hormoneller Verhütung auftreten, verschwinden häufig von selbst, wenn sich der Hormonhaushalt wieder regeneriert. Auch in der Pubertät unterliegt der Hormonhaushalt oft großen Schwankungen, die zu Schmierblutungen führen können, aber meist keiner Therapie bedürfen.

Der Hormonhaushalt ist aber auch mit Medikamenten regulierbar. Das kann beispielsweise nötig sein, wenn:

  • die Schmierblutungen über einen längeren Zeitraum hinweg auftreten.
  • die Schmierblutungen in der Schwangerschaft auftreten und das Risiko einer Fehlgeburt besteht.
  • die Schmierblutungen Folge einer Gelbkörperschwäche sind und ein unerfüllter Kinderwunsch besteht.

So kann bei anhaltenden Vorblutungen eine Gestagen- oder Östrogentherapie erfolgen. Dabei nimmt die Frau während bestimmter Tage im Zyklus die nötigen Hormone ein, um den Zyklus zu stabilisieren. Viele Frauen nutzen die Pille nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung, sondern in Absprache mit dem Arzt auch, um den Zyklus zu stabilisieren.

Bei Nachblutungen kann eine Ausschabung (Kürettage oder Abrasio) nötig sein, um Reste der Gebärmutterschleimhaut, die nicht mit der Menstruation ausgeschwemmt wurden, zu entfernen. Anschließend ist auch hier eine Hormontherapie möglich.

Bleiben Schmierblutungen, die als Nebenwirkung hormoneller Verhütung auftreten, über einen längeren Zeitraum bestehen, ist es sinnvoll, die Verhütungsmethode in Absprache mit dem Frauenarzt zu wechseln.

Liegt eine Eileiterschwangerschaft vor, ist es nötig, diese zu beenden. Ist die Schmierblutung Folge einer sogenannten Missed Abortion, also einer nicht erkannten, unvollständigen Fehlgeburt, wird der Arzt die vollständige Fehlgeburt medikamentös einleiten und anschließend eine Ausschabung vornehmen.

Liegt den Schmierblutungen eine Krebserkrankung zugrunde, ist eine gezielte Therapie nötig, etwa eine Chemotherapie oder Strahlentherapie. Ist eine Endometriose Grund für die Schmierblutungen, kann in vielen Fällen eine Hormonbehandlung oder eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) Abhilfe schaffen.

Sind die Schmierblutungen Folge einer Ausschabung, wird der behandelnde Arzt die Ausschabung nötigenfalls wiederholen.