Schmierblutung: Diagnose

Veröffentlicht von: Sandra von dem Hagen (25. August 2016)

Wenn Sie eine Schmierblutung bei sich beobachten oder auch häufiger Schmierblutungen haben, sollten Sie diese in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. So kann Ihr Frauenarzt schwerwiegende Erkrankungen ausschließen beziehungsweise rechtzeitig erkenen. Der Arzt wird zunächst eine Anamnese erstellen, also genau erfragen, zu welchem Zeitpunkt die Schmierblutungen aufgetreten sind und ob sie zyklisch erfolgen.

Außerdem ist für ihn interessant, ob eine Schwangerschaft besteht oder vor kurzer Zeit ein Kind geboren wurde sowie ob die betroffene Frau stillt oder bis vor Kurzem gestillt hat. Auch das Alter der Frau spielt eine Rolle: Handelt es sich um ein Mädchen in der Pubertät, eine Frau im fruchtbaren Alter oder eine Frau in oder nach den Wechseljahren?

Beispiel: Die Patientin ist im fruchtbaren Alter. Bisher trat nur eine Schmierblutung auf, etwa sechs Wochen nach der letzten regulären Menstruation. Dies ist für den Arzt ein Hinweis, dass es sich hier um eine Eileiterschwangerschaft handeln könnte.

Im Anschluss an die Anamnese erfolgt eine körperliche Untersuchung, um eventuelle mechanische und organische Ursachen für die Schmierblutung zu erkennen oder auszuschließen. Wenn nötig wird der Arzt Blut abnehmen, um den Hormonstatus zu ermitteln. So lässt sich erkennen, ob beispielsweise eine Gelbkörperschwäche Ursache für die Schmierblutungen ist.