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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen: Ursachen

Stand: 10. April 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Rückenschmerzen können viele verschiedene Ursachen haben und nicht immer lässt sich die tatsächliche Ursache der Schmerzen feststellen.

In der Regel entstehen Rückenschmerzen durch körperliche (organische) oder psychische Ursachen (z.B. Stress) sowie durch Fehlhaltungen und Fehlbelastungen. Als Folge kann es zu Muskelverspannungen im Rückenbereich kommen, die früher oder später zu Rückenschmerzen führen. Tatsächlich sind Muskelverspannungen eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen und führen oft zu akuten Rückenschmerzen. Meist verschwinden diese jedoch nach wenigen Tagen von selbst und gelten als harmlos.

Über 75 Prozent aller Rückenschmerzen entstehen dabei im Lendenbereich, also im unteren Rücken. Die Lendenwirbelsäule besteht aus fünf Wirbelkörpern, an die sich Kreuz- und Steißbein anschließen. Ist das Gelenk zwischen dem Kreuzbein und einem Teil des Beckenknochens (Darmbein) betroffen, spricht man auch von Kreuzschmerzen beziehungsweise von sogenannten "iliosakralen Beschwerden". Denn das betroffene Gelenk heißt Kreuzbein-Darmbeingelenk oder Iliosakralgelenk, der Schmerz auch Iliosakralsyndrom (ISG-Syndrom). Rückenschmerzen können jedoch auch vom oberen Rücken oder dem Nacken ausgehen.

Rückenschmerzen können außerdem auch folgende Ursachen haben:

  • Zugluft
  • Bewegungsmangel bzw. schwache Rücken- und Bauchmuskulatur
  • Übergewicht
  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
  • Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Schleudertrauma nach Verkehrsunfall
  • Bandscheibenvorfall
  • eingeklemmter Nerv
  • Wirbelkörperbruch
  • Wirbelkörperverschiebung
  • Wirbelkörperentzündung (Spondylitis)
  • Bandscheibenentzündung (Diszitis)
  • Abriss einer Nervenwurzel
  • Versteifung der Brust- und Lendenwirbelsäule (z.B. bei Morbus Bechterew)
  • Neurinom (gutartiger Nervenfasertumor)
  • Meningeom (Tumor der Nervenscheide)
  • Tumoren der Wirbelkörper außerhalb des Rückenmarks
  • Metastasen eines Tumors des Rückenmarks (Tochtergeschwülste)
  • Nervenentzündung bei Diabetikern
  • Entmarkungskrankheit (funikuläre Myelose)
  • Erkrankung des Nervensystems im Verlauf einer Borreliose (Neuroborreliose)
  • Neurolues (Neurosyphillis, Verlaufsform einer unbehandelten oder nicht ausgeheilten Syphilis)
  • Veränderungen der Wirbelsäule im Bereich Lendenwirbel/Kreuzbein (lumbosakrale Spondylose)
  • Einengung des Rückenmarkkanals im Bereich Lendenwirbel/Kreuzbein (lumbosakrale Stenose)
  • Verengung eines Nervenaustrittspunkts
  • Knochenverdickungen (Morbus Paget)
  • krankhafte Erweiterung der Schlagader (Aortenaneurysma)
  • Durchblutungsstörungen im Rückenmark (Arteria-spinalis-anterior-Syndrom)
  • Alkohol-, Opiate- oder Schmerzmittelentzug

Nicht immer müssen Rückenschmerzen ihre Ursachen auch tatsächlich in der Wirbelsäule oder der Rückenmuskulatur haben. Manche Erkrankungen können zu Schmerzen führen, die in den Rücken ausstrahlen und deshalb für Rückenschmerzen gehalten werden, wie zum Beispiel:

Weiterlesen: Rückenschmerzen: Ursachen – Fehlhaltungen und Fehlbelastungen

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