Priapismus: Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. April 2014)

Liegt ein Priapismus vor, sollte spätestens innerhalb von vier bis sechs Stunden nach Einsetzen der Versteifung eine ärztliche Behandlung erfolgen, um den Schwellkörper des Penis zu entlasten und einen bleibenden Schaden zu verhindern.

Die Behandlung des Low-Flow-Priapismus zielt darauf ab, den Abfluss des Blutes über die Vene wiederherzustellen. Dazu saugt der Arzt das gestaute Blut mittels einer Punktion ab und spült den Schwellkörper mit einer Kochsalzlösung. Zusätzlich kann der Arzt gefäßverengende Substanzen in den Schwellkörper spritzen, damit sich die Muskulatur zusammenzieht und das Blut wieder abfließen kann.

Führt diese Behandlung nicht zum Erfolg, muss ein operativer Eingriff erfolgen. Hierzu legt der Arzt eine Kurzschlussverbindung (sog. Shunt) zwischen den blutgefüllten Schwellkörpern und der Eichel, über den das Blut abfließen kann.

Bei einem High-Flow-Priapismus lässt die Versteifung in manchen Fällen auch ohne Behandlung wieder nach. Ist dies nicht der Fall, kann der Arzt unter Zuhilfenahme einer Angiographie, mit der sich die Blutgefäße nach Gabe eines Kontrastmittels darstellen lassen, ein beschädigtes Gefäß wieder verschließen (Embolisation). Diese Therapiemaßnahme selbst kann allerdings eine erektile Dysfunktion zur Folge haben.


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