Priapismus: Diagnose

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. April 2014)

Bei einem Priapismus kann der Arzt die Diagnose bereits anhand des Verlaufs und der Symptome stellen. Für den Arzt ist es zunächst wichtig, zu erfahren,

  • seit wann die Erektion besteht,
  • ob die Dauerversteifung zum ersten Mal auftritt,
  • wie der Betroffene die Schmerzen beurteilt,
  • ob andere Erkrankungen bestehen,
  • ob der Betroffene Medikamente einnimmt,
  • ob kürzlich Medikamente in den Schwellkörper injiziert wurden, die eine Erektion hervorrufen (SKAT= Schwellkörper- Autoinjektions-Therapie), und
  • ob der Betroffene Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat.

Es folgt eine körperliche Untersuchung, bei der der Arzt den Penis äußerlich begutachtet, den Betroffenen gegebenenfalls auf Verletzungen im Damm- und Genitalbereich untersucht und die Berührungsempfindlichkeit des Penis überprüft.

Ob es sich um einen Low-Flow- oder einen High-Flow-Priapismus handelt, lässt sich anhand einer Blutgasanalyse feststellen. Dafür entnimmt der Arzt Blut aus dem Schwellkörper des Penis. Bei einem Low-Flow-Priapismus ist das Blut dunkel gefärbt und weist einen niedrigen pH-Wert auf. Ein High-Flow-Priapismus ist an der hellen Farbe des Bluts und einem nahezu normalen arteriellen pH-Wert zu erkennen.

Als weitere Maßnahme kann der Arzt eine Ultraschalluntersuchung (sog. Farbduplexsonographie) anordnen, um den Zufluss und Abfluss des Bluts in die Schwellkörper beziehungsweise aus den Schwellkörpern zu überprüfen. Bei einem Low-Flow-Priapismus ist nahezu kein Abfluss zu erkennen.


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