Anzeige

Anzeige

Ödem (Wassersucht): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (26. Januar 2017)

Wie ein Ödem (Wassersucht) zu behandeln ist, hängt vor allem von seiner Ursache ab. Denn mit einer angemessenen Therapie der Grunderkrankung können Sie die Wassereinlagerungen leichter loswerden.

Neben dieser ursächlichen spielt aber auch die symptomatische Therapie der Wassersucht eine Rolle. Wenn eine Erkrankung von Herz, Niere oder Leber hinter den Wassereinlagerungen steckt und der ganze Körper betroffen ist (sog. generalisiertes Ödem), sind dazu unter anderem entwässernde Medikamente (sog. Diuretika) geeignet: Sie schwemmen das Wasser aus dem Körper aus. Meist kommen die Entwässerungsmittel in Tablettenform zum Einsatz; in akuten Fällen kann der Arzt die Wirkstoffe aber auch direkt in die Vene spritzen.

Ist ein Eiweißmangel an der Entstehung der Wassersucht beteiligt, kann zudem die Zufuhr von Eiweiß helfen. Wenn das Ödem infolge einer Allergie entstanden ist, empfiehlt es sich hingegen, die Symptome mit einem Antiallergikum und Kortison zu behandeln.

Bei einem örtlichen Ödem ist es ratsam, die geschwollene Gliedmaße hochzulagern: Das erleichtert das Abschwellen. Bei Wasser in den Beinen kann zudem eine Kompressionstherapie (Kompressionsverband, Kompressionsstrümpfe) – also eine Behandlung mit Druckausübung – sinnvoll sein. Besonders bei einem Lymphödem kann auch eine spezielle Streichmassage – die manuelle Lymphdrainage – den Abtransport des Gewebewassers beschleunigen.

Man sieht den geschwollenen Knöchel einer Frau. © Jupiterimages/iStockphoto

Bei Wasser in den Füßen können Kompressionsstrümpfe Linderung verschaffen.

Anzeige

Liegt dem Ödem eine leichte Venenschwäche zugrunde, stehen zur Behandlung auch Venenmittel mit pflanzlichen Wirkstoffen wie rotem Weinlaub zur Verfügung. Rotes Weinlaub kann stabilisierend auf die Gefäße wirken, die Durchblutung in den feinsten Gefäßen (Kapillaren) verbessern und Wassereinlagerungen im Gewebe verringern. Weitere pflanzliche Wirkstoffe, die als Venenmittel gelten, sind zum Beispiel Aescin aus der Rosskastanie oder Troxerutin.

Langfristig stehen bei einem Ödem Bewegung und Physiotherapie an erster Stelle – vor allem, wenn venöse Durchblutungsstörungen in den Beinen für die Wassersucht verantwortlich sind. Bewegung aktiviert die Venenpumpe und fördert den Rücktransport des Bluts zum Herzen: Das verhindert, dass sich das Blut in den Beinen staut und das Wasser unter dem Druck ins Gewebe ausweicht. Auch bereits im Gewebe bestehende Wasseransammlungen werden so besser abtransportiert. Das Gleiche lässt sich mit spezieller Venengymnastik erreichen. Besonders geeignete Sportarten sind zum Beispiel:

Anzeige

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige