Startseite > Symptome > Ödem ("Wassersucht") > Therapie
Stand: 11. Januar 2013Veröffentlicht von: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz
Um bei einem Ödem ("Wassersucht") die richtige Therapie zu finden, ist es wichtig, die Grunderkrankung zu erkennen und entsprechend zu behandeln (z.B. medikamentöse Behandlung einer Herzinsuffizienz). Als langfristige Ödem-Therapie stehen Bewegung, Sport und Physiotherapie an erster Stelle, vor allem, wenn die Ursache venöse Durchblutungsstörungen in den Beinen sind. Besonders geeignete Sportarten sind zum Beispiel Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren. Bewegung aktiviert die Venenpumpe und presst das Wasser aus dem Gewebe heraus. Das gleiche lässt sich mit spezieller Venengymnastik erreichen.
Um das Abschwellen zu erleichtern, sollten die Betroffenen die geschwollene Gliedmaße hochlagern. Darüber hinaus kann bei Beinödemen eine Kompressionstherapie (Kompressionsverband, Kompressionsstrümpfe), also eine Behandlung mit Druckausübung, sinnvoll sein.
Sogenannte pneumatische Bandagen (intermittierende pneumatische Kompression) vermindern Schmerzen und Schwellungen in den Gliedmaßen und fördern die Durchblutung. Dabei übt ein Gerät verschiedene Drücke auf das Gewebe aus – dadurch soll angesammeltes Gewebewasser aus dem geschwollenen Bereich abfließen. Diese Behandlung kann bei einem Ödem die krankengymnastische Therapie aber nur ergänzen. Auch eine spezielle Streichmassage, die manuelle Lymphdrainage, kann bei einem Ödem (v.a. Lymphödem) zur Therapie hilfreich sein und den Abtransport des Gewebewassers beschleunigen.
Um schnell Wasser aus dem Körper zu schwemmen, verordnet der Arzt mitunter entwässernde Medikamente, sogenannte Diuretika. Sie bekämpfen aber ebenfalls nur das Symptom "Ödem" und nicht die Ursachen der "Wassersucht" und sind daher für die langfristige Ödem-Therapie nicht geeignet.
Ist die Ursache des Ödems eine leichte Venenschwäche, können Venenmittel mit pflanzlichen Wirkstoffen wie rotem Weinlaub helfen. Rotes Weinlaub kann stabilisierend auf die Gefäße wirken, die Durchblutung in den feinsten Gefäßen (Kapillaren) verbessern und Wassereinlagerungen im Gewebe verringern. Weitere pflanzliche Wirkstoffe, die als Venenmittel zum Einsatz kommen können, sind zum Beispiel Aescin aus der Rosskastanie oder Troxerutin.
Weiterlesen: Ödem ("Wassersucht"): Weitere Informationen
Welche Erkrankungen können sich hinter bestimmten Symptomen und Beschwerden verbergen? Hier finden Sie alle Krankheiten nach Krankheitsgebieten sortiert. mehr ...
Sudoku spielen fördert das logische Denken und die Konzentrationsfähigkeit und hilft Ihnen, Ihr Gedächtnis spielerisch zu trainieren. mehr ...
Wir erfüllen die afgis-Transparenzkriterien. Das afgis-Logo steht für hochwertige Gesundheits-informationen.
Wir befolgen den HONcode-Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen. Kontrollieren Sie dies hier.
Onmeda zählt zu den zertifizierten Gesundheitswebseiten nach den Medisuch-Kriterien.
© 2013 gofeminin.de GmbH – Das Informationsangebot rund um die persönliche Gesundheit auf www.onmeda.de dient ausschließlich Ihrer Information und ersetzt in keinem Fall eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die auf Onmeda zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Bitte beachten Sie auch den Haftungsausschluss sowie unsere Hinweise zu den Bildrechten.