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Ödem ("Wassersucht"): Therapie

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (28. Februar 2014)

Um bei einem Ödem ("Wassersucht") die richtige Therapie zu finden, ist es wichtig, die Grunderkrankung zu erkennen und entsprechend zu behandeln (z.B. medikamentöse Behandlung einer Herzinsuffizienz). Als langfristige Ödem-Therapie stehen Bewegung, Sport und Physiotherapie an erster Stelle, vor allem, wenn die Ursache venöse Durchblutungsstörungen in den Beinen sind. Besonders geeignete Sportarten sind zum Beispiel Nordic Walking, Schwimmen und Radfahren. Bewegung aktiviert die Venenpumpe und presst das Wasser aus dem Gewebe heraus. Das gleiche lässt sich mit spezieller Venengymnastik erreichen.

Man sieht den geschwollenen Knöchel einer Frau.

Bei geschwollenen Füßen können Kompressionsstrümpfe Linderung verschaffen.

Um das Abschwellen zu erleichtern, sollten die Betroffenen die geschwollene Gliedmaße hochlagern. Darüber hinaus kann bei Beinödemen eine Kompressionstherapie (Kompressionsverband, Kompressionsstrümpfe), also eine Behandlung mit Druckausübung, sinnvoll sein.

Sogenannte pneumatische Bandagen (intermittierende pneumatische Kompression) vermindern Schmerzen und Schwellungen in den Gliedmaßen und fördern die Durchblutung. Dabei übt ein Gerät verschiedene Drücke auf das Gewebe aus – dadurch soll angesammeltes Gewebewasser aus dem geschwollenen Bereich abfließen. Diese Behandlung kann bei einem Ödem die krankengymnastische Therapie aber nur ergänzen. Auch eine spezielle Streichmassage, die manuelle Lymphdrainage, kann bei einem Ödem (v.a. Lymphödem) zur Therapie hilfreich sein und den Abtransport des Gewebewassers beschleunigen.

Um Wasser aus dem Körper zu schwemmen, verordnet der Arzt mitunter entwässernde Medikamente, sogenannte Diuretika. Das ist insbesondere wichtig bei Menschen, die aufgrund einer Herzschwäche unter Ödemen leiden. In akuten Fällen, kann der Arzt die Wirkstoffe direkt in die Vene spritzen. Diuretika stehen aber auch in Tablettenform zur Verfügung.

Ist die Ursache des Ödems eine leichte Venenschwäche, können Venenmittel mit pflanzlichen Wirkstoffen wie rotem Weinlaub helfen. Rotes Weinlaub kann stabilisierend auf die Gefäße wirken, die Durchblutung in den feinsten Gefäßen (Kapillaren) verbessern und Wassereinlagerungen im Gewebe verringern. Weitere pflanzliche Wirkstoffe, die als Venenmittel zum Einsatz kommen können, sind zum Beispiel Aescin aus der Rosskastanie oder Troxerutin.




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