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Nasenbluten (Epistaxis): Ursachen

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (25. März 2013)

Nasenbluten (Epistaxis) kann vielfältige Ursachen haben. Gelegentliches Nasenbluten nach zu heftigem Schnäuzen, Niesattacken oder Nasenbohren ist in der Regel harmlos. Die kleinen Blutgefäße der Nasenschleimhaut sind recht empfindlich für Verletzungen. Nasenbluten tritt deshalb fast immer bei einem Schlag auf die Nase oder ähnlichen Ursachen auf, etwa bei Verletzungen im Kopfbereich. Zur Epistaxis kann es außerdem kommen, wenn physikalische (z.B. durch Fremdkörper in der Nase) oder chemische Reize (bspw. Reizgase) die Nasenschleimhaut schädigen.

Auch in den kalten Wintermonaten kann Nasenbluten vermehrt auftreten, etwa wenn die warme Heizungsluft die Nasenschleimhäute austrocknet. Die trockene Nasenschleimhaut ist dann nicht mehr so widerstandsfähig und kann schneller einreißen. Hier können spezielle Nasensprays mit Meersalz helfen, um die Schleimhäute in der Nase regelmäßig zu befeuchten und Nasenbluten vorzubeugen.

Bei Menschen, die blutverdünnende und gerinnungshemmende Medikamente (wie ASS und Phenprocoumon) einnehmen, kommt es meist schneller zu Nasenbluten. Häufig ist die Epistaxis in diesen Fällen auch stärker ausgeprägt, da die Blutung aufgrund der blutverdünnenden Medikamente länger anhält.

Neben Erkrankungen im Nasenbereich (z.B. Nasenpolypen, Nasensteine, Nasennebenhöhlen-Entzündung, Nasentumoren) und akuten Infekten (wie Erkältung mit Schnupfen), gibt es auch eine Reihe von Allgemeinerkrankungen, die bei häufigem und teilweise sehr heftigem Nasenbluten als Ursachen infrage kommen:

Nasenbluten bei Kindern und Kleinkindern

Nasenbluten (Epistaxis) ist bei Kindern – vor allem Kleinkindern – häufig. Ursache ist dann meist Nasebohren oder ein Stoß oder Schlag auf die Nase beim Spielen oder Raufen. Besonders bei Kleinkindern kommt es vor, dass sie sich Fremdkörper, etwa eine Murmel, in die Nase stecken und damit die empfindliche Nasenschleimhaut verletzen. Nur selten sind Erkrankungen die Ursache von Nasenbluten bei Kleinkindern und Kindern.

Unabhängig von der Ursache lässt sich Nasenbluten bei Kindern und Kleinkindern durch Kühlung des Nackens stoppen. Dazu eignet sich ein kalter, feuchter Waschlappen, den man dem Kind auf den Nacken legt. Zudem ist es wichtig, dass das Kind den Kopf nach vorne beugt, damit kein Blut in den Magen oder die Atemwege gelangt. Gleichzeitig sollte sich das Kind mit einem Taschentuch die Nase zudrücken, um das Nasenbluten zu stillen. Bei besonders starkem Nasenbluten eignet sich hierfür auch eine Nasentamponade.

Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Kind besonders häufig Nasenbluten hat? Dann machen Sie einen Termin beim Kinderarzt aus. Er kann feststellen, warum die Nase bei Ihrem Kind häufiger blutet als bei anderen Kindern. Hat er die Ursachen erkannt, kann der Kinderarzt selbst oder ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt meist gleich mit der geeigneten Therapie beginnen – zum Beispiel, indem er ein erweitertes Blutgefäß der Nase verödet (Embolisation).




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