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Nachtschweiß

Stand: 31. Januar 2012Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Nachtschweiß: Definition

Als Nachtschweiß bezeichnet man übermäßiges nächtliches Schwitzen. Die Betroffenen wachen oft schweißgebadet in der Nacht auf und müssen den durchnässten Pyjama und das Bettlaken wechseln.

Mediziner bezeichnen übermäßiges Schwitzen generell als Hyperhidrosis – dieser Begriff sagt noch nichts darüber aus, ob das starke Schwitzen in der Nacht oder tagsüber auftritt. Er bezeichnet lediglich, dass ein Mensch am ganzen Körper oder auch an bestimmten Körperstellen (z.B. an den Händen oder unter den Achseln) viel schwitzt. Eine Hyperhidrose kann ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten sein oder auch als eigenständiges Krankheitsbild ohne weitere erkennbare Ursache auftreten. Eine starke Schweißproduktion muss aber nicht zwingend krankhaft sein – bei hochsommerlichen Temperaturen, während eines Saunabesuchs oder beim Sport ist es nicht nur normal sondern sogar sehr wichtig, dass Sie viel schwitzen: Der Feuchtigkeitsfilm auf der Haut kühlt und schützt Ihren Körper vor Überwärmung.

Tritt bei Ihnen eine Hyperhidrosis als nächtliches Schwitzen auf, kann es sich dabei also um eine ganz normale Reaktion Ihres Körpers handeln: Möglicherweise kommt es zu Nachtschweiß, weil die Raumtemperatur in Ihrem Schlafzimmer zu hoch oder Ihr Bettzeug zu dick ist – oder Sie tragen zu warme Nachtkleidung und müssen deshalb nachts schwitzen.

In manchen Fällen ist Nachtschweiß aber ein Symptom einer Erkrankung: Fast jeder Mensch kennt dieses nächtliches Schwitzen – zum Beispiel im Rahmen einer schweren Erkältung oder Grippe. Bei solchen Infekten kommt es aber neben Nachtschweiß oft auch tagsüber zu vermehrtem Schwitzen.

Bei einigen Erkrankungen ist gerade das Schwitzen in der Nacht typisch, besonders dann, wenn die Betroffenen gleichzeitig fiebrig sind und Gewicht abnehmen. Dieses gemeinsame Auftreten von Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber nennt man auch B-Symptomatik. Sie kann bei schweren Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder AIDS vorkommen oder auf eine bösartige Erkrankung wie Lymphdrüsenkrebs oder Leukämie hinweisen.

Ist Schwitzen im Schlaf beziehungsweise nächtliches Schwitzen weder auf Erkrankungen oder andere Ursachen zurückzuführen, handelt es sich um sogenannten idiopathischen Nachtschweiß.

Weiterlesen: Nachtschweiß: Ursachen

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