Anzeige

Anzeige

Nachtschweiß (nächtliches Schwitzen): Symptom mit vielen Ursachen

Veröffentlicht von: Wiebke Raue (07. Juli 2016)

© Jupiterimages/Image Source

Von Nachtschweiß reden Mediziner, wenn eine Person nachts übermäßig schwitzt. Die Betroffenen wachen oft schweißgebadet auf – und müssen manchmal den durchnässten Schlafanzug und das Bettlaken wechseln. Ob zu warme Kleidung, Medikamente oder eine Erkrankung: Die Ursachen von Nachtschweiß sind vielfältig.

Nächtliches Schwitzen – auch Nachtschweiß genannt – ist unangenehm und kann den Schlaf stören. Nicht immer ist es leicht, herauszufinden, was dahintersteckt.

Übermäßiges Schwitzen nennen Ärzte auch Hyperhidrosis – dieser Begriff sagt aber noch nichts darüber aus, ob das starke Schwitzen in der Nacht oder tagsüber auftritt. Er umschreibt lediglich, dass ein Mensch am ganzen Körper oder auch an bestimmten Körperstellen viel schwitzt – zum Beispiel an den Händen oder unter den Achseln. Eine Hyperhidrose kann ein Symptom unterschiedlicher Krankheiten sein oder auch als eigenständiges Krankheitsbild ohne weitere erkennbare Ursache auftreten.

Eine starke Schweißproduktion muss aber nicht zwingend krankhaft sein – bei hochsommerlichen Temperaturen, während eines Saunabesuchs oder beim Sport ist es nicht nur normal, sondern sogar sehr wichtig, dass Sie viel schwitzen: Der Feuchtigkeitsfilm auf der Haut kühlt und schützt Ihren Körper vor Überwärmung.

Tritt bei Ihnen eine Hyperhidrosis als nächtliches Schwitzen auf, kann es sich dabei also um eine ganz normale Reaktion Ihres Körpers handeln: Möglicherweise entsteht der Nachtschweiß, weil die Raumtemperatur in Ihrem Schlafzimmer zu hoch oder Ihr Bettzeug zu dick ist – oder Sie tragen zu warme Nachtkleidung und müssen deshalb nachts schwitzen.

Nächtliches Schwitzen kann im Rahmen einiger Erkrankungen, aber auch durch andere Ursachen wie etwa scharfe Gewürze oder Stress entstehen – und manchmal ist keine erkennbare Ursache für den Nachtschweiß zu finden.

In manchen Fällen ist Nachtschweiß Symptom einer Erkrankung: Fast jeder Mensch kennt nächtliches Schwitzen etwa im Rahmen einer schweren Erkältung oder Grippe. Bei solchen Infekten leiden die Betroffenen aber nicht nur unter Nachtschweiß, sondern schwitzen auch tagsüber vermehrt.

Bei einigen Erkrankungen ist nächtliches Schwitzen typisch, besonders dann, wenn die Betroffenen gleichzeitig Fieber haben und Gewicht verlieren. Dieses gemeinsame Auftreten von Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Fieber nennt man auch B-Symptomatik. Sie kann bei schweren Infektionskrankheiten wie Tuberkulose oder einer HIV-Infektion vorkommen oder auf eine bösartige Erkrankung wie Lymphdrüsenkrebs oder Leukämie hinweisen. Aber: Die B-Symptomatik ersetzt keine Diagnose – nur, weil Fieber, Gewichtsverlust und Nachtschweiß gemeinsam auftreten, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass eine Person tatsächlich ernsthaft erkrankt ist. Dennoch ist sicherheitshalber ein Arztbesuch zu empfehlen, wenn nächtliches Schwitzen über längere Zeit hinweg auftritt.

Ist nächtliches Schwitzen weder auf Erkrankungen oder andere Ursachen zurückzuführen, spricht man vom sogenannten idiopathischen Nachtschweiß.

Wie steht es um Ihre Gesundheit?




Symptom-Check


Anzeige