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Muskelzucken

Veröffentlicht von: Onmeda-Redaktion (11. Juni 2015)

© Jupiterimages/F1online

Der Begriff Muskelzucken bezeichnet plötzlich einsetzende Zuckungen der Muskulatur, die man nicht bewusst steuern kann. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Zucken der Beine beim Eischlafen. Die Ursachen für die Muskelzuckungen sind häufig harmlos und verschwinden wieder von alleine – unter Umständen kann das Muskelzucken aber auch als Folge einer Erkrankung auftreten. 

Damit sich ein Muskel zusammenziehen kann, sind Nervenimpulse notwendig, die vom Gehirn an die entsprechenden Muskelzellen weitergegeben werden. Wenn sich die Nervenimpulse allerdings überschießend, unangemessen und unkontrolliert entladen, entstehen Muskelzuckungen.

Doch Muskelzucken ist nicht gleich Muskelzucken. Der allgemeine Begriff Muskelzucken umfasst ganz unterschiedliche Störungen, zum Beispiel:

Muskelzuckungen können also ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein und sehr viele verschiedene Ursachen haben. 

Die Art und Weise, wie die beteiligten Muskeln zucken, hängt von der jeweiligen Ursache ab. Bei epileptischen Anfällen zum Beispiel kommt es zu sehr heftigem Muskelzucken, das den gesamten Körper verkrampfen kann. Die kältebedingten Zuckungen der Kiefermuskulatur, die fast jeder Mensch als "Zähneklappern" kennt, sind dagegen eher ein feines Zittern. Das Beispiel "Zähneklappern" zeigt auch, dass Muskelzucken manchmal nur eine bestimmte Körperregion betrifft.

Ein ähnliches Beispiel ist das Augenzucken: Dabei fängt die Muskulatur um das Auge oder im Augenlid an zu zucken. Das Zucken der Augenmuskeln beziehungsweise des Augenlids kann dabei ebenfalls ganz unterschiedlich stark ausgeprägt sein – angefangen von sehr feinen und schnellen Zuckungen (z.B. bei Müdigkeit) bis hin zu einem ausgeprägten Augenzwinkern im Rahmen einer Tic-Störung.

Manchmal ist Augenzucken oder Muskelzucken an anderen Körperstellen nur als kurze Bewegung unter der Haut sichtbar. Dabei ziehen sich kleine Muskelbündel (sog. Faszikel) wiederholt zusammen. Mediziner verwenden für solche feinen Muskelzuckungen auch den Begriff Faszikulationen. Faszikulationen können im Rahmen von neurologischen Erkrankungen vorkommen oder auch bei völlig gesunden Menschen (z.B. nach intensivem sportlichem Training) auftreten.

Muskelzucken kann auch stressbedingt auftreten. Wenn Sie sich in einer stressigen Lebensphase befinden, können Entspannungstechniken dabei helfen, Stress abzubauen, etwa Autogenes Training oder Tai Chi.

Muskelzucken kann – je nach Ausprägung – die Betroffenen allgemein beeinträchtigen oder im Fall der Epilepsie auch die Gefahr von Verletzungen mit sich bringen. Muskelzuckungen bei Tic-Störungen oder dem Tourette-Syndrom sind häufig nicht nur für den Betroffenen unangenehm, sie fallen auch der Umwelt auf und lösen oft Unverständnis und Irritation aus.



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