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Muskelschmerzen (Myalgie)

Muskelschmerzen (Myalgie): Therapie

Stand: 29. August 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Bei Muskelschmerzen (Myalgie) hängt die Therapie von der Ursache für die Beschwerden ab. Deswegen ist es ratsam, die möglichen Auslöser von einem Arzt abklären zu lassen. Er kann eine genaue Diagnose stellen und entsprechende Therapiemaßnahmen einleiten.

Lassen sich die Muskelschmerzen nicht auf eine der häufigsten Ursachen (wie Muskelverspannung oder Muskelverletzung) zurückführen, sondern ist eine Erkrankung für die Schmerzen verantwortlich, zielt die Behandlung in der Regel auf die Heilung der zugrunde liegenden Krankheit ab. Ist die Myalgie eine Nebenwirkung bestimmter Medikamente (z.B. Statine gegen zu hohe Blutfettwerte oder das Antibiotikum Penicillin), sind diese unter Umständen abzusetzen. Durch das Absetzen der verantwortlichen Präparate lassen sich die durch sie entstandenen Schäden meist rückgängig machen – und die Muskelschmerzen verschwinden.

Medikamente

Gegen die Muskelschmerzen (Myalgie) selbst können zur symptomatischen Therapie verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen: Geeignet sind Schmerzmittel wie zum Beispiel nicht-steroidale Antirheumatika.

Akute Muskelschmerzen

Wenn Sie akute Muskelschmerzen (Myalgie) haben, wie sie zum Beispiel bei Muskelverletzungen auftreten, sind zur Therapie Ruhe und Schonung empfehlenswert. Hilfe bei akuten Muskelschmerzen bieten auch sofortige Kälteanwendungen: Hierzu wickeln Sie einen Eisbeutel in ein Tuch und legen ihn auf die betroffene Stelle.

Sportliche Tätigkeiten sollten Sie bei Muskelschmerzen sofort unterbrechen. Setzen Sie also bei einem Muskelkater das Training ein bis zwei Tage aus und steigern Sie es langsam wieder, sobald Sie schmerzfrei sind. Bei einer Muskelzerrung ist das zum Beispiel nach zwei bis vier Wochen, bei Muskelrissen erst nach zwölf Wochen möglich.

Sie sollten Muskelverletzungen ausreichend Zeit zur Heilung geben. Denn wer zu früh wieder ins Training einsteigt, riskiert erneute Verletzungen des entsprechenden Muskels. Zusätzliche Vernarbungen und – in schweren Fällen – Verknöcherungen (Myositis ossificans) des Muskelgewebes können die Folge sein und den Heilungsprozess verlängern sowie die Beweglichkeit des Muskels erheblich einschränken.

Weiterlesen: Muskelschmerzen (Myalgie): Therapie – Chronische Muskelschmerzen

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