Muskelschmerzen (Myalgie): Diagnose

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. August 2016)

Wer unter einer Myalgie leidet, kann den betroffenen Muskel meist relativ eindeutig lokalisieren. Um jedoch der Ursache für den Muskelschmerz genauer auf den Grund zu gehen, ist ein Besuch beim Arzt ratsam. In vielen Fällen gelingt die Diagnose bereits anhand der Krankengeschichte und der geschilderten Symptome der Betroffenen – unter Umständen sind jedoch weitere Untersuchungen nötig – zum Beispiel Ultraschall oder Röntgen.

Krankengeschichte (Anamnese)

Bei Muskelschmerzen (bzw. einer Myalgie) besteht der erste Schritt zur Diagnose darin, die Krankengeschichte (sog. Anamnese) zu erheben: Hierbei fragt der Arzt nach Art, Ort und Ausmaß der Muskelschmerzen. Diese Angaben können bereits wesentliche Hinweise auf die Ursache der Muskelschmerzen liefern. Vor allem der Schmerzverlauf ist für die Diagnose wichtig:

  • Treten die Schmerzen beispielsweise plötzlich auf, wie es häufig bei Muskelverletzungen oder Krämpfen der Fall ist?
  • Hat sich ein Bluterguss (Hämatom) gebildet (z.B. eine mögliche Folge bei Prellungen)?
  • Verschwinden die Muskelschmerzen bald wieder oder bleiben sie hartnäckig bestehen (wie bei einem Bandscheibenvorfall)?
  • Wann sind die Muskelschmerzen heftiger zu spüren, in Ruhe oder bei Belastung, tags oder nachts?

Da mehr oder weniger starke Muskelschmerzen als unerwünschte Nebenwirkung vieler Arzneimittel auftreten, ist es für die Diagnose außerdem wichtig, die Krankengeschichte mit den Angaben zu eingenommenen Medikamenten zu vervollständigen.