Muskelschmerzen (Myalgie): Definition

Veröffentlicht von: Till von Bracht (12. August 2016)

Muskelschmerzen beziehungsweise Myalgien machen sich auf unterschiedliche Art bemerkbar: Es kann sich dabei um

  • stechende,
  • krampfhafte
  • oder ziehende

Schmerzen in der Muskulatur handeln.

Der Begriff Myalgie setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern myos (= Muskel) und algos (= Schmerz). Muskelschmerzen können ausgebreitet (d.h. diffus) auftreten oder auf eine bestimmte Stelle des Körpers (d.h. lokal) begrenzt sein. Grundsätzlich kann jeder der über 600 Muskeln im Körper wehtun.

In der Regel sind Muskelschmerzen harmlos. Meistens ist eine Muskelverspannung (z.B. durch Fehlhaltungen oder Bewegungsmangel) oder eine Muskelverletzung (wie Zerrung, Prellung oder Muskelkater durch Sport) der Grund dafür, dass Muskeln schmerzen. Daneben kann eine Myalgie als Symptom verschiedener Infektionskrankheiten auftreten. In seltenen Fällen sind Krankheiten des Skeletts, Gelenkverschleiß (Arthrose), Muskelkrankheiten oder Erkrankungen des Nervensystems für die Schmerzen in den Muskeln verantwortlich.

Muskelschmerzen treten vor allem im Bereich von Schulter, Nacken und Rücken auf. 39 Prozent der Frauen und 31 Prozent der Männer leiden mindestens einmal pro Woche unter Rückenschmerzen. 

Wie Schmerzen entstehen

Für den Körper sind nicht nur Muskelschmerzen, sondern alle Schmerzen ein wichtiges Signal. Verschiedene Reize können Schmerz auslösen:

  • beispielsweise Wärme oder Kälte (wenn man sich an der Herdplatte verbrennt),
  • Druck oder Stoß (z.B. eine Prellung am Oberschenkel, der sog. "Pferdekuss")
  • sowie elektrische und chemische Einwirkungen (z.B. Verätzungen)

Freie Nervenendigungen in der Haut und tiefer (in Muskeln, Sehnen und Bändern und den einzelnen Organen) – sogenannte Schmerzrezeptorenübermitteln diese Reizempfindungen an das zentrale Nervensystem (= Gehirn und Rückenmark).

Das zentrale Nervensystem erreicht diese Reize zunächst als wertfreies Signal. Dort verarbeitet es den Reiz zu einer unangenehmen Empfindung mit einem bestimmten Ziel: Der Körper soll eine Folgereaktion auslösen, um den Schmerz zu vermeiden.