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Mangelernährung

Eiweißmangel

Stand: 26. Oktober 2010Autor: Onmeda-RedaktionMedizinische Qualitätssicherung: Dr. med. Weiland, Dr. med. Waitz

Dauert eine Mangelernährung länger an, kommt es zu einem Eiweißmangel. Bei fehlender Eiweißzufuhr über die Nahrung werden zunächst die Fett- und dann die Eiweißdepots in den Muskeln und Organen verbraucht. In der Folge kann Eiweißmangel unter anderem zu Muskelschwäche, einer Verringerung der Muskelmasse, Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödemen), Wundheilungsstörungen und Haarausfall führen. Durch die schwindende Muskelmasse kommt es bei einer Mangelernährung neben dem ungewollten Gewichtsverlust zu schlaffen Hautfalten und hervorstehenden Knochen.

Der durch Mangelernährung bedingte Rückgang der Muskulatur betrifft auch das Herz, das zu einem großen Teil aus Muskelgewebe besteht – in der Folge schlägt es schwächer und es kommt zu Herzrhythmusstörungen.

Spezifischer Nährstoffmangel

Neben Eiweißmangel durch Verringerung des Körpereiweißbestandes besteht bei Mangelernährung ein spezifischer Nährstoffmangel; das heißt, dem Körper fehlen durch die unzureichende Nährstoffzufuhr Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Wasser und essenzielle Fettsäuren. Ein spezifischer Nährstoffmangel macht sich in Veränderungen von Mund, Lippen und Augen und in neurologischen Einschränkungen bemerkbar.

So reagiert die Haut auf fehlende Nährstoffe zum Beispiel mit punktförmigen Hauteinblutungen, Blässe, Pigmentflecken oder Spannungen. Auch die Wundheilung verschlechtert sich. Im Mundraum kommt es beispielsweise zu Entzündungen der Mund- und Zungenschleimhaut (Stomatitis und Glossitis), zu Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) und aufgesprungenen Lippen (Cheilose). Die Augen weisen bei einem Mangel von Vitamin B12, Folsäure und Eisen eine blasse Bindehaut auf. Fehlendes Vitamin A führt zu Nachtblindheit und ein Mangel an Zink kann eine unangenehme Augenempfindlichkeit bei Lichteinfall (Photophobie) hervorrufen.

Neurologische Einschränkungen infolge eines Nährstoffmangels zeigen sich unter anderem in Desorientiertheit, Verwirrtheit, Depression, Lethargie und Schwäche. Der Gang von Betroffenen kann unregelmäßig und unkoordiniert wirken, darüber hinaus sinkt die Reflexbereitschaft des zentralen Nervensystems (Hyporeflexie). Mitunter treten Zuckungen und Krämpfe auf.

Weiterlesen: Mangelernährung: Ursachen

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